Mark Keller: Alles verloren – und keiner bleibt

Shownotes

Alles verloren – und keiner bleibt.

Mark Keller war ganz oben. Primetime. Millionen Zuschauer. Erfolg.

Dann kippt alles.

Ein eigener Film scheitert. Geld weg. Und plötzlich wird es still.

Doch es geht um mehr als nur einen Absturz.

In dieser Folge spricht Mark Keller offen über eine Realität, über die kaum jemand spricht. Über Freunde, die nur da sind, solange alles läuft.

Über Entscheidungen, die dich Jahre kosten. Und über den Moment, in dem du merkst, dass Erfolg nichts absichert.

Warum bleiben Menschen nur, solange du funktionierst? Warum ist Aufgeben oft einfacher als Weitermachen? Und was passiert, wenn du alles verlierst – aber trotzdem nicht stehen bleibst?

Ein Gespräch über Erfolg, Absturz und die Wahrheit hinter dem, was nach außen wie ein perfektes Leben aussieht.

🎧 Jetzt hören auf allen Plattformen: https://linktr.ee/tommyunlocks

🎥 Produziert von Miguel Dittus Kamera & Schnitt: https://www.instagram.com/miguel.dittus

📲 Mark Keller: Instagram: https://www.instagram.com/markkellerofficial TikTok: https://www.tiktok.com/@markkellerofficial

📲 Tommy: Instagram: https://www.instagram.com/tommy.unlocks YouTube: https://www.youtube.com/@immotommy TikTok: https://www.tiktok.com/@tommy.unlocks

Transkript anzeigen

18:57:05: Stark, stark, stark.

18:57:08: Da lacht er direkt unser Immo-Tommy. Das ist auch ein geiler Name. Erzähl mal was über deinen Namen Immo-Tommy. Weil ich dachte, was ist das? Mir hat ein Freund angerufen, Daniel, und sagt, Marc, Immo-Tommy, musst du einen Podcast machen? Dann sag ich, wer zum Teufel ist, Immo-Tommy. Dann sagt er, hast du getroffen beim Kitzbühel, beim Tennispielen? Dann sag ich, ich habe jede Menge Leute getroffen. Dann sagt er, nein, es war auch Immo-Tommy da. Dann sage ich, wer ist dieser Immo-Tommy? Dann sagt er, ich schick dir einen Link, dann mir das angeschaut. Dann sagt er, da wollte dich einladen.

18:57:32: Ich habe gesagt, okay, es ist nicht so weit, dann machen wir das. Jetzt bin ich hier bei dir. Erzähl ein bisschen was über dich, Immo-Tommy. Für alle Zuschauer und Zuhörer, das ist Marc Keller. Der erste Schauspieler, Entertainer, Musiker, Tänzer, was auch... Na ja, übertreibt nicht, Tänzer. Das war ein bisschen was. War das Tänzer? Ja, ich war aber letztens. Das heißt ja nicht, dass ich ein Tänzer bin. Ich habe da mitgemacht und war auch ganz einigermaßen okay. Und bei der Tour habe ich mitgemacht, aber Tänzer ist was anderes. Du bist übrigens, glaube ich, der erste Gast, der ein Intro gemacht hat bei mir. Aber man merkt direkt, du bist Schauspieler, du kannst auch direkt in deine Rolle reinschlüpfen, legst direkt los, das ist gar keine Schamgefühle, gar kein Problem und bist voll am Start. Aber um deine Frage zu beantworten, wie ist Immo-Tommy entstanden? Eigentlich aus der Not heraus. Ich hieß, als ich mit Social Media angefangen habe, einfach Immo. Und das habe ich mit Geschäftspartnern zusammen gemacht. Und wir haben uns getrennt, nicht dem Guten. Und dann ging es um darum, wer bekommt den Namen, wer behält den Namen. Dann haben die den Namen gesichert, dann haben die gesagt, hey, du darfst den Namen nicht mehr weiter nutzen, sonst haben wir ein Problem. Und dann hast du ihn geändert, du hast gesagt, Immo-Tommy. Ja, dann habe ich gehörend, was kann ich machen? Und dann gab es einen Kollegen, der macht auch Content, das ist auch Content-Gradial-Steuer-Fabby, der macht das Thema Steuern. Ohne Scheiß. Das ist wie die Nutella-Bande, kennst du die? Ja, oder die Gummibärmbande. Und dann dachte ich so, hey, warte mal, Steuer-Fabby, Immo-Tommy. Und dann habe ich das einfach genutzt und es war voll der Hebel, weil es war halt besser wie einfach Immo, weil einfach Immo ist so, okay, das ist wie wenn ich jetzt keine Ahnung, Schauspieler-Marksack oder so. Schauspielmark. Ja, aber Immo-Tommy hat halt gut gepasst, kann man sich leicht merken, schnell auf der Zunge und dann habe ich das, ich glaube, in 3,4 Jahren, nach Gründung von Social Media habe ich mich umbenannt und seitdem bin ich Immo-Tommy. Und Tommy & Locke's Format ist von einem halben, 3,4 Jahren ungefähr entstanden, weil ich festgestellt habe, hey, es gibt viel zu viele geile Persönlichkeiten da draußen, die gute Geschichten zu erzählen haben, gute Stories, Persönlichkeiten, Unternehmen, Schauspieler, Fußballer, egal in welche Himmelsrichtung,

18:59:33: was für die zuhörige Zuschauer geiles ist, warum das mal so... Und die holt sich die alle rein. Und die holt ich mal rein. Die kommen alle hier nach Stuttgart zu dir. Meistens, ja. Ja, das ist doch geil, ich meine, du hast ja eine große Crew, ich seh dir das alle nicht, aber die hätten jetzt echt 4 starke Typen, unglaublich dir, und ihr reisen mit ihr mit, egal wo ihr ist, mit Immo-Tommy, das Team ist dabei, Kamera, das haben sie mir direkt erzählt, das ist die Totale, das sind die 2 Kameras, Marc schau nicht in die falsche Richtung, sag ich, nein, das werde ich niemals tun, und da haben wir den Ton, da der schickt mir die ganze Zeit das Mikrofon, Marc, du musst hier ran, nach rangehen, sag ich, aber dann habe ich das Ding im Mund, sagt er, macht nichts Hauptsache, wir verstehen dich, aber auf jeden Fall Immo-Tommy, das ist so geil, du bist jetzt 42 Jahre alt. Ich bin 42 Jahre alt. Jung, ich hab gedacht, du bist 30, man, irgendwas ist da schief gelaufen, diese Pillen, die du nimmst, möchte ich gerne haben. Marc, du wirst immer sympathisch. Nein, nein, ich sag echt, du bist ein junger Kerl, weil ich habe auch gehört, du bist mit 30 schon Millionär gewesen, oder war das nicht so, ist die Story ein bisschen falsch? Wie später? Dann schreiben die doch was anderes, dann geben wir mal ins Netz rein und liest du dich, sehr groß, erfolgreicher Typ, Millionen schwer, haben sie gesagt, das kann doch nicht wahr sein, so jung mit 30 schon, und du hast mit Immobilien angefangen und bist da groß geworden, oder? Genau, also ich hab... Und jetzt, das heißt, ihr gehört ganz Stuttgart oder? Halbstuttgart. Oh gut, das ist sehr gut. Ich habe die andere Hälfte noch übrig gelassen. Nein, Spaß beiseite, ich habe vor 8, 9 Jahren mit Immos angefangen, ganz klassisch mit Wohnungen. Okay. Genau, später als ich Papa geworden bin, wie du irgendwann waren, habe ich dann überlegt so, hey, was kann ich mein Kind so hinterlassen? Ich habe Balkanwurzel, ich komme aus Kroatien ursprünglich. So, ich auch. Mein Vater ist auch Kroat, aber erzähle weiter.

19:01:04: Nein, jetzt guckt er. Okay, ich bin geschockt. Ja, mein Vater heißt Ante Bichernitsch, nicht so, wie ich. Und ich bin aber Keller, weil mein Vater mit meiner Mutter nicht verheiratet war und sie ist kurz nach meiner Geburt gestorben, so wie sie sich halt Keller hat, den Namen vom Mann. Jetzt sag, du sprichst die Sprache auch noch. Maler, maler, du?

19:01:24: Versteibe ich doch. Vor allem deine Aussprache ist so krass gut. Also ich war gerade geschockt, weil wenn Deutsche versuchen, so kroatisch zu sprechen, die können ja das eher nicht rollen. Ja, aber mein Vater ist ja nicht. Ich bin ja mit ihm groß geworden, aber jetzt bin ich leider nicht perfekt in kroatischer Schimpfte immer drüber, weil ich spreche ein bisschen besser türkisch als kroatischer Schimpfte immer. Und er sagt mal, Koffleyser will war, was machst du je botte? Türkisch, spreche mal kroatisch, Heiland bin bom. Sag ich, Vater war türkisch saugut. Sag da, was ist türkisch gut? Kroatisch, das ist Stabilität. Das ist Stabilität?

19:02:01: Oh mein Gott, also ich glaube, ich hatte noch kein Gast, der die ersten fünf Minuten schon so abgerissen hat, wie du. Ja, ich habe mit Wohnungen angefangen, weil ich komme so aus dem Nichts. Also meine Eltern hatten jetzt gastarbeiter, typische Gastarbeiterfamilie, so guck, wie du klarkommst im Leben. Dann hatte ich jetzt auch nicht so die beste schulische Karriere eingelegt, mit meiner Hauptschule damals, Ausbildung, Einzelhandel, irgendwann den Vertrieb gelandet.

19:02:23: Ja, und dann ist mir ein Buch in die Hand gefallen, wo es um Immobilien ging. Und dann ich so, hm, ich habe keine Ahnung von Aktien, von ETFs, von Kryptos oder keine Ahnung was. Ich fange mit dem an, was wir alle brauchen. Wir haben ja alle einen Dach über den Kopf, Immobilien klingt plausibel. Habt ihr erst im Monat und kauft zweite, dritte, vierte, und dann kam irgendwie eins zum anderen. Das ist ein reicher Kerl, er sitzt hier und die Mietpreise gehen nach oben. Seitdem du am Start bist, stutget alle Schimpfen. Ey, Motormie machte uns das Leben schwer.

19:02:51: Aber du hast einen kroatischen Background, das ist ja völlig irre. Und du kommst ja aus dem Bodensee. Nicht aus dem Bodensee, aber ich bin zumindest am Bodensee. Oder am Bodensee? Ja, ich auswärtig, der ist 256 Meter tief, das wäre, da hätte ich immer lang getauchte. Aber Bodensee überlegen, ja, traumhaft da zu leben, muss ich sagen. Ich bin geboren, niemals weggegangen und kann ich jedem nur empfehlen. Aber es gibt ganz viele Stuttgarter, die bei uns Immobilien haben und jedes Wochenende runterkommen. Wie hast du es eigentlich geschafft, aus Überlingen, aus dem wunderschönen Bodensee ins Fernsehen zu kommen? Wie ging denn der Weg dahin? Wie hast du das geschafft, als kleiner Stuttgarter Immobilien zu kaufen. Jede Menge Immobilien zu kaufen, die einen eigenen Podcast aufzubauen, so eine kleine Riesenkarriere hier aufzubauen. Ich meine, du hast was gewollt und du hast das gemacht. Und das ist so, man hat ein Traum. Und das ist wie beim Sport, Kontinuität wird zum Erfolg. Und wenn man sich nicht abbringen lässt von seinem Weg, dann führt das meistens immer in die richtige Richtung. Und ich hatte den Traum ja schon als ganz kleiner Junge. Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. Wann hast du das gespürt, den du drin? Ich habe das schon mit fünf, du hast dir den Podcast gehört, wo hast du mir gerade erzählt. Da habe ich diese auch schon erzählt. Mit fünf hatte ich den Traum. Meine Mutter ist nach der Geburt von mir gestorben und wollte immer Schauspielerin werden. Meine Oma war sehr armen. Und als ich dann am Grab stand und mit fünf hatte ich mir das mal erzählt, dann sagte sie, deine Mama wollte immer zum Film und Arm geboren, Arm gestorben. Ich konnte das nicht, ich konnte meinen Kindern das nicht zahlen. Und dann habe ich gesagt, ne, gehe ich für meine Mama zum Film. Dann sagte sie, du bist auch so ein Spinner. Aber du mein Junge musst wissen, Arm geboren, Arm gestorben. Aber das hatte ich dann immer im Kopf.

19:04:25: Ich habe das von meiner Mutter angeschaut, in den Schränken hingen dann Bilder von Marilyn Monroe, Affegardner, Rita Herwood, das waren so die alten Hollywood-Ikonen. Kennst du alle nicht, aber die waren so in den 30er, 40er, 50er Jahren, waren das die Hollywoodstars.

19:04:37: Affegardner war man mit Frank Sinatra verheiratet. Wenn du mal googelst, dann siehst du, was das für eine bildtübsche Frau war. Die waren in den großen Hollywood-Filmen zu sehen. Und die sahen so, meine Mutter sei, denen sehr ähnlich. Und da habe ich als kleiner Junge immer die Filme angeguckt und hat mir vorgestellt, hey, so war wahrscheinlich meine Mutter, die eine ähnliche Figur aussehen. Und dann war ich so in dieser Filmwelt drin. Und habe auch sehr früh Biografien gelesen von den großen Stars, wie die zum Film gekommen sind. Und habe gesehen, die hatten auch keine Kohle die meisten und sind auch über Umwege zum Film gekommen. Burt Leinkester war Zirkus Akrobat, hat Unterwäsche verkauft, war in allen denen kein Schauspieler und hat man ihn entdeckt, weil er gut gebaut war, artistisch begabt war und ist dann unter Vertrag genommen zusammen mit Kirk Douglas und dann haben sie die großen Filme gemacht in den 40er Jahren, 50er, 60er. Und genauso wie Anthony Green oder Belmondo, die haben alles selber gemacht, wo die Jungen waren. Und so sind die groß geworden. Das heißt, man muss nicht immer die klassische Schauspielschule den Weg gehen und muss dann, dass das der einzige Weg ist, der zum Ziel führt. Ich glaube, jeder Weg führt zum Ziel, wenn man ihn wirklich will und wenn man kontinuierlich sich nicht so schnell ablenken lässt Das heißt, du hattest so dieses intrinsische Bedürfnis, so deine Mutter, diesen Wunsch zu erfüllen? Das war das erste Mal und so bin ich dann auf den Film gekommen und dann war das immer so meine Welt. Ich habe Film geliebt, habe Musik geliebt und habe dann eigentlich das Ding immer in meinem Kopf gehabt. Warst du auch so klasse vom Spiegel schon so für dich? Nein, ich habe Spiegel nie, ich wollte Filme machen, ich hatte es interessiert. Ich habe mir immer gedacht, ich war nicht geboren für die normale Arbeit. Ich musste mein Vater, Kroat, war Spenglermeister, einer der Spengler hier am Bodensee und in Stuttgart. Damals hat man die Karosserien immer noch ausgemessen, gerichtet nach einem Umfall. Wenn man kein neues Auto kommen wollte, muss das gerichtet werden. Er hatte eine Richtbank gehabt und er war damals dabei Opel und er war so ein richtiger Chef, was ahnte, war der Spenglermeister. Und er wollte, dass sein Sohn Spengler wird. Er ist noch nicht Spengler, aber KFZ Mechaniker und ich bin ja bei meiner Oma aufgewachsen und er hat natürlich von meinen Spinnereien gehört, aber ich habe halt nur Sport gemacht und habe nur gesungen und solche Dinge. Und er hat immer gesagt, Spinner, Marker, wir müssen vernünftige Sachen machen. Nicht Schuhe, Schauspielschuhe, Blätzen, kein Geld. Und er kam mit 15 und hat mich in die Werkstatt gestellt und hat mir eine Lehrstelle organisiert und ich hatte zwei linke Hände. Ich habe dann wirklich nur Autos gewaschen, entwachsen, habe Brötchen geholt, habe die Wände gestrichen, mein Vater hat nach, als ich ihm mal helfen musste in der Spenglerei, nur so ein Sonnendach, wenn er bei mir war, wenn die einen eins eingebaut haben wollten, musste man das so aussegen, ausfräsen und dann so, das Ding einmal. Und dann musste ich noch halten und ihm Werkzeug geben. Und dann ist er immer verrückt geworden, ich habe gesagt, ach, hier, boah, komm, schlüssel her, hier, hat er selber gemacht. Und ich habe gesagt, ich habe es dir gesagt, das Ding funktioniert nicht mehr, wenn ein Fahrrad kaputt war. Aber er lag das bei mir zu Hause ungefähr 2, 3 Monate, bis ein Cousins repariert hat, und ansonsten bin ich nicht gefahren, da bin ich für den Laufen gegangen. Ich habe echt zwei linke Hände.

19:07:43: Und dann habe ich gesagt, wenn ich meine Familie gesehen habe, ich habe gesagt, die gehen morgens um 7, aus dem Haus, halb 8, komm abends um 5, 6 wieder, und dann wird immer gesagt, was sie zu machen haben. Ich habe gesagt, ich würde wahnsinnig werden. Ich stell dir das mal vor, du musst dein Geld... Das ist die Schaflone, die man dir aufsetzt, heute hat gar nicht gepasst. Und dann habe ich aber natürlich die Filme mir angeschaut, und habe gesagt, was ist das, muss das für ein geiles Leben sein, dann gehen die hin, dann sind 50 Leute da, dann ziehen sie sich das Kostüm an, und dann gehen sie vor die Kamera und sprechen. Und dann sprechen die, ja, aber dann sprechen sie ihre Sätze,

19:08:10: dann sind sie längst da, über diesem Schulzuhil, und sagst, na, meine kleine, gefall ich dir, wir müssen es nochmal machen, okay, der Ton war nicht da, alles klar. Okay, wieder, rüber gesprungen, na, meine kleine, gefällt es dir, ach, das war doch wunderbar, wir machen die nächste Einstellung, ich möchte was trinken. Was ist das für eine geile Arbeit? Wir spielen, wenn man mit seinen Kumpels irgendwann spielt, und das muss schon geil sein, ein schöner Hotel sein, morgens Frühstück mal schön, eine große Reintung, und habe ich das bei Bermondo und bei allen immer gesehen, wie die, wo ich klein war, wie die da ihr Leben gelebt haben, und habe gesagt, so eine Arbeit, wo die Arbeit keine Arbeit ist. Das habe ich mir gewünscht. Es ist natürlich am Ende schon eine Arbeit, aber es war halt meine Leidenschaft, und wenn du vier Stunden am Set bist, ist es auch eine Arbeit. Ja, es ist viel Warten, und es ist aber trotzdem, wenn man mit vielen Menschen natürlich Zeit verbringt, sechs Wochen an einem Produkt arbeitet, das ist eine schöne Arbeit, aber es ist am Ende trotzdem eine Arbeit, und ich hatte halt irgendwie, glaube ich, das Gefühl, dass ich schon genau weiß, was ich will, und am Ende deswegen sagen auch meine Söhne immer zu mir, Vater, du erzählst immer, das ist doch keine Arbeit, was du machst, natürlich ist das auch der Arbeit. Sag dir, Vater, das könnte ich auch nicht, wenn jeder mitkommt. Gut, jetzt hat Aaron mein Talent gehabt, der kann es tatsächlich, aber für die Leute ist das immer, die denken in der Arbeit, die da nichts. Weil ich schaue meinen Text an, alles klar, denke ich rüber. Text rein, alles klar, Marc, stell Probe gleich, warte ich schon, okay, alles klar. Rhein, sag ich, hallo, wie geht's dir? Ach du, es ist gut aus, Matemont. Ach du, es ist gut aus. Und was machst du denn? Mach, mein Schatz, komm her, gut siehst du aus, was machst du heute Abend?

19:09:35: Wenn du das nicht so schnell lernst, dann macht es Spaß, aber die denken, das ist doch keine Arbeit, aber wenn sie selber mal vor der Kamera sprechen müssen und 50 Leute da stehen mit dem Ton, dann merken sie das ja einmal über den Satz nachdenken, dann fällt er nicht ein, oder sie sprechen ihn zu überdeutlich und konzentrieren sich, und dann sagst du, so sprichst du doch nicht, was ist mit dir los? Dann bist du nicht mehr locker, ich war natürlich. Aber wie gesagt, ich liebe das, was ich mache, und bin auch sehr dankbar dafür, dass ich das so machen konnte.

19:10:01: Jetzt warst du beim Papa, da in diese Werkstatt reingepfercht worden, drei Jahre lang, säg mal aus hier, mach mal, tu mal, und hast mit Bravur bewiesen, dass du zwei Linker hände hast. Und trotzdem mit Bravur bestand die Gesellenbrüffung. Auch noch? Natürlich, ich habe aber zwischendurch schon Musik gemacht, ich hatte mal mit 15 Gesangstammleihung in der Ausbildung mit 16 meiner eigenen Band gegründet, und war dann am Bodensee relativ erfolgreich, und habe dann auch immer die Gesellen, das waren die, bei denen ich mich immer hingestellt habe, wenn ich nicht arbeiten wollte, wenn ich nicht arbeiten wollte, dann habe ich das dann auch immer wieder, wenn ich nicht arbeiten wollte, wenn ich morgens müde war, dann gab das so ein kleines Fenster in dieser Werkstatt, da hat immer der Meister rausgeguckt, welcher von den Lehrlingen hat gerade Zeit, und ich habe schon, bevor die Arbeit verteilt wurde, die Träcksarbeit, wenn es draußen gregnet hat, und irgendeiner draußen einen Reifen wechseln musste, im Regen, weil es so schnell so, weil die Werkstatt voll war, ich direkt immer zu so einem Gesellen hingegangen, der sagt, was machst du hier, ich bin bei dir heute, dann hau ich die ganze Zeit unter den Reifen, er steht nebenan, der Meister sieht mich, der ist bei dem alles da, Hübener raus, Reifen machen, weißte ich nicht, denn, oh Mama, mir, ich bin nur da drin,

19:11:05: dann konnte dann mit ihr... Schön weit rausgeboten aus der Arbeit, genau, wir konnten mit ihm quatschen, und dann habe ich die, heute Abend ist da, drehe ich da unter auf, den hübschen Frauen dann, und dann war ich, bei uns sind sie bei Bodensealer, die sprechen mit ihr, da kommen wir heute Abend, da kommen wir heute Abend, da machen wir Spaß frei, ich sage klar, direkt alle Tage, ich sage das spitz, aber ich bleibe heute den ganzen Tag bei dir,

19:11:28: aber durchgezogen aus, aber das ist ja hoch interessant, wenn ich so an die heutige Generation denke, wo ich mir gefühlt 13 Ausbildungen angefangen habe, abgebrochen, weil kein Bock, oder hier, oder ich fühle das nicht, oder zu viel Arbeit, oder Work-Life Balance, ja, aber damals ging das nicht,

19:11:43: damals gab es keine Work-Life Balance, damals gab es vor allem mit dem gratischen Fandab, auch mit Oma, der leggebacke Rechenpartner, genau, ich habe das Ding gemacht, und dann habe ich, ich habe mich durchgemogelt, und wirkte bei der Gesellenprüfung einfach irgendwie souverän, habe ein paar Sachen auswendig gelernt, und die Sachen, so Lichtanlage anschließen, die konnte ich ein bisschen schweißen, das hat Spaß gemacht, aber Getriebe und so was, hatte ich kein Plan, und ich stand am Getriebe, dann schaut mich der Meister an, und ich denke nur, wenn er mich jetzt hier dran nimmt, und ich muss das Getriebe auseinandernehmen, dann kriege ich es nie wieder zusammen, und ich stehe vor dem Ding, und ich hau mir das so an, und ich sage der Keller, Getriebe hat man gelernt, dann sage ich, oh, sagt er, Lichtanlage anschließen, und ich check, ich bin rüber, habe die angeschlossen, und es ist da voll der Punkt, und dann bin ich bis durchgelaufen, und dann hatte ich in zwei Jahren ein Praktischen. Aber ich hatte, wie gesagt, am Tag der Gesellenprüfung, das war der 15. Juli 1983, bin ich dann zurückgefahren, es war Weingarten bei Ravensburg, dann überlegen, habe den Gesellenbrief in die Werkstatt gebracht, dass ich die Prüfen bestanden habe, und die Kündigung, mein Urlaub genommen, habe nie wieder gearbeitet, das war es.

19:12:51: Aber mit Ansage auch, so mein Vater gesagt, ich mach die Scheiße, ich mach die Gesellenprüfung, ich stehe sie dahin, und danach mache ich, was ich will, und genau so habe ich es gemacht. War der 18, und dann ... Hat er nicht erwartet, oder? Er wusste das schon, er hat gemerkt, dass sie nicht Pfeife war, und er hat gemerkt, dass sie Musik und so mein Ding war, das konnte keiner nicht merken. Also hätten die mir ein Auto machen lassen, das wäre lebensgefährlich gewesen für die Leute. Ich habe nicht einmal Bremsen gemacht

19:13:19: in der Salling, im dritten Jahr. Nicht sehr, zum Glück, aber ich glaube mir, es gibt viele Patienten, so wie mich, die machen das Ding drei Jahre, und die glauben nachher tatsächlich, die sind Gesellen, die haben aber von Tutenblasen keine Ahnung. Und die stehen dann in der Werkstatt, und kriegen alleine ein Auto zu machen. Und dann geht der Meister davon aus, der kann da ja. Aber wenn ein Rad wegfliegt, oder der fährt raus, getrieblich kracht runter, was war das? Der technische Fehler, kein Problem.

19:13:43: Werksfehler.

19:13:47: Du hast jetzt rausgegangen, hast durchgezogen, abgeschlossen, dafür, dass du gar keinen Bock hattest, dass du das nicht gefühlt hast. Das muss man trotzdem erst mal schaffen.

19:13:57: Wie ging es dann weiter? Dann bist du 18 gewesen, im Schöne überlegen. Dann bin ich direkt erst mal mit Freunden sechs Wochen in Türkei gefahren. Dann haben wir da Urlaub gemacht.

19:14:08: Ich habe aber nebenher schon als Fitness-Trainer gearbeitet, im ersten Fitnessstudio am Bodensee, weil ich jeden Tag war, ich war immer trainieren. Ich habe dann schon Ende 15 schon. Ich bin immer in so ein Studio gefahren, das hat er auch gemacht. Ende 15 habe ich mal mit Lenorhandeln trainiert oder Schwungsscheiben aus der Werkstatt. Die habe ich dann zusammengeschoben. Ein Tisch von meiner Oma, dann immer so Bankdrücken gemacht, dann Klemmzüge mit so einem Besenstil zwischen den Treppengeländern gemacht. Und dann gab es einen Fitnessstudio, dann durfte ich da rein und habe trainiert. Aber auch ein bisschen noch Schotokankerate nebenher gemacht

19:14:43: und dann habe ich dann als Trainer gearbeitet. Ich habe eine Trainer-Dizenz gemacht, habe das Studio abgeschlossen, habe meine Kohle verdient, habe nebenher meine Musik gemacht und war dann Sänger von der Sparkassen Big Band, die am Bodensee sehr groß waren, erfolgreich. Die haben Noten gekauft von der damaligen Bundeswehr Big Band. Das war so die große Big Band im Fernsehsgab. In der Zeit, damals in den 70er-80er Jahren, gab es James Last, kennt ihr nicht, Max Krieger

19:15:11: und Max Krieger. Die haben in der damaligen Zeit den großen Samstagabend Fernsehshows damals immer ein Orchester da. Wenn die Leute gesucht haben, haben sie mit dem Orchester gespielt. Femme Davis Junior oder so, die Katharina Valente haben dann mit so einem großen Orchester gespielt. Und ich als kleine Junge habe die in einem Fernseh gesehen. Und dann hat dieses eine Orchester zum ersten Mal ein Sänger gesucht und meine Band hatte bei denen immer die Noten gekauft. Und so kam der dran und sagt, Mark, die suchenden Sänger, zum ersten Mal vielleicht wäre das was für dich. Und ich habe das schon vorhin verweigert. Ich wollte nicht zum Bund gehen, damals war noch die Werbpflicht. Und ich habe verweigert aus Gewissensgründen. Ich konnte das nicht. Ich habe auch einen Anwalt überzeugt, dass es bei mir niemals passt. Und dann hat die Big Band sich gemeldet, hat mich zum Casting eingeladen, parallel. Dann habe ich vorgesungen und habe den Job gekriegt als erster Sänger der Big Band der Bundeswehr. Ich habe das immer vorglichen, weil Frank Sinatra als junger Kerl Sänger der Tommy Dorsey Big Band in Amerika war. Das war auch so eine große Sorte angefangen. Dann habe ich gedacht, hey, und ich werde Sänger der Big Band der Bundeswehr. Wäre supergeil. Also musste ich mich aber drei Jahre verpflichten, gab auch Kohle.

19:16:19: Dann habe ich das gemacht und musste nur dem Anwalt gerade erklären, der als wirklich in die Allange kämpft hat, dass ich nicht zur Bundeswehr musste, dass ich aus Gewissensgründen nicht kann. Und habe gesagt, pass auf, mein Freund. Dann sagt er, ich habe es geschafft, Mark. Ich habe die Verweigerung durchgeboxt.

19:16:35: Ich habe gesagt, das ist nicht schön. Dann sage ich, das kannst du vergessen, mein Freund. Denn ich verpflichte mich für drei Jahre bei der Big Band der Bundeswehr. Er hat mich die ganze Zeit immer schräg angeguckt. Das war so einer mit typischem Grün und mit so langen Haaren damals und schiefen Zähnen. Und der in den Brille angabte, und hat mich immer noch angeguckt. Da ist er wieder der Verrückte. Der hat mir jahrelang was erzählt und jetzt hat er sich verpflichtet. Aber so lief es nun mal. Dann war ich bei der Big Band der Bundeswehr.

19:17:03: Ich habe dann mit einer Talentshow mitgemacht, wo meine Oma mich damals hingeschickt hat. Von Rudi Karel. Das war so wie heute Superstars. Dann durften Talente auftreten. Dann gab es einen Gewinner. Ich war halt der Gewinner von einer Show. Und genau in der Show habe ich zu Rudi Karel gesagt, weil er mich gefragt hat, was ich mal werden wollte.

19:17:24: Er sagt, wollen Sie mal Schoenmastern sagen? Nein, ich möchte ein bisschen Filmmachen, Musik.

19:17:30: Und Gesang tanzen. Er sagt, also doch Schoenmastern. Ich habe mich dann auch schon auf die Hälfte geholfen. Ich habe dann einen Schoenmastern tanzen. Er sagt, also doch Schoenmastern. Ich habe dann gesagt, ich glaube nicht, dass ich Zeug dazu habe. Und er sagt, mein Amtern aus dem Jugend wird etwas Großes. Ich habe mich zum Casting eingeladen. Dann bin ich von 1000 Leuten da. Da habe ich die Hauptrolle gekriegt in der damaligen Hauptabendprogramm-Serie Sterne des Südens. Das war 90 bis 95. Ich habe dann auf der ganzen Welt gedreht.

19:17:51: Parallel noch Tartut. Und so ging es dann von 1990 bis 2019 durch. So gefängst du sowas. Da kam dann alles dazu? Ja, der Bergdoktor kam danach. Das war Foyer, es war Tartut, das war Cobra 11, das war der erfolgreichste Serie. Das kennst du. Alarm für Cobra 11. Da war ich der erste damals. In den 96 bis 2000 mit dem Erdorn. Da hatten wir auch bei RTL bis zu 11 Millionen Zuschauen. Das war ein...

19:18:15: Undenkbar heute. Aber ihr seid da letztlich jung. Alarm für Cobra 11 kenne ich. Ode Karell kenne ich auch noch.

19:18:27: Da war ich fast 36 Jahre her. Da gab es bei einer Zeit noch den Mini Playback-Show. Mit Marike Amado. Es kam ganz am Anfang. Es war parallel zu Cobra 11. Da gab es das noch. Ja? Und so ist es. Und alles andere ist. Aber so ging es dann alles herunter. Aber ich bin jetzt fast 40 Jahre dabei. Und muss sagen, ich muss sagen, dass ich das so lange machen kann. Ich musste schmunzeln,

19:18:55: dass ich das so lange habe. Und gegeschaut habe, wie alt du eigentlich bist. Und gelesen hast du... Der ist ja 60. Ich bin ein alter Knochen. Ich dachte so...

19:19:05: 50? Max, 55 vielleicht so. Und da lese ich so 60. Alter, weil ich hätte ein bisschen Papa. Da hast du ja vorhin schon eingangs erwähnt. Zwei Söhne. Und dann auf so Spiel. Du gibst ja schon Gas mit denen.

19:19:23: Aber macht auch Spaß.

19:19:25: Wir machen auf jeden Fall den ganzen Sprachsinn. Wir haben ständig Kompetitionen in allen Sportarten. Egal ob im Tennisplatz. Jetzt holen sie mich. Tennis sind brutal. Ich hatte ein Jahr lang Pause. Ich hatte eine neue Hüfte seit März. Da hatte ich ein bisschen mit dem Hüftbeugel Probleme. Deswegen fehlt mir dieses Jahr. Aber jetzt bin ich wieder topfit. Jetzt geht es wieder an die Mobilmachung. Und jetzt haben wir schon wieder Angst. Vater kommt.

19:19:51: Und jetzt kommt der Mann. Da ist er. Das ist gut. Ich spiel dir auch Paddl. Paddl sind wir auch verrückt. Das liebe ich fast noch mehr. Es ist brutal. Wir haben leider keinen Platz in Überlingen. Wir suchen dort eine alte Halle. Es ist natürlich auch immer standardmäßig mit der Stadt und der Politik. Immer schwierig. Wir haben ja alles an der Klatsche. Du würdest denen so viel bringen.

19:20:19: Wir haben schon zwei Winter rum. Wir könnten da so sechs, sieben Plätze hinstellen. Paddl in wie außen. Geil, das Kaffee rein machen. Da gibt es ein paar Plätze. Wir haben so alte Tennis-Hallen. Die stehen einfach rum. Die sind kaputt. Und da sind draußen Autorplätze. Die werden nicht mehr gepflegt. Wir wollten das haben. Aber planen die irgendwas schon seit fünf Jahren. Passiert gar nichts. Aber das ist typisch Politik.

19:20:47: Das ist ein sehr komisches, diplomatisch ausgedrücktes. Wir haben einen kleinen Einblick bekommen. In den Start deiner Karriere. Wie du den so hingelegt hast. Am dritten Riff kommt mein erstes Buch raus. Die Fresse ist mein Weg zum Erfolg. Du hast richtig auf die Fresse gekriegt. Aber die sieht gar nicht demuliert aus. Sie sieht noch gut aus. Warte, die Nase ist ein bisschen krumm. Hast du gebobsst? Ja.

19:21:11: Auf die Fresse habe ich schon sehr oft bekommen. Ich bin eine Meinung, auf die Fresse zu bekommen. Das gehört zum Leben dazu. Jetzt klang das gerade bei dir sehr linear. Ich habe das im Schnelldurchlauf erzählt. Weil es natürlich in jedem Podcast schon ein paar Mal erzählt. Aber da gibt es natürlich auch Zeiten. 2000. Ich habe mein Geld immer investiert. Im eigenen Projekt der eigene Filme. Und habe einen großen Film produziert.

19:21:33: 1998. Der kam dann 2000 raus. Da war ich nur mal ein Geschäftsführer von der Firma. Für dieses eine Projekt. Am Ende kamen wir leider erst im März. 2000 raus. Es war das schönste Wetter. Die Leute gingen nicht ins Kino Ende April. Dann sagten die, wir müssen eine Million nachschieben. Die hatte ich dann nicht. Dann ging der nach fünf, sechs Tagen raus. Das Kino hat keiner gesehen. Dann war ich von der schönen Summe. Die ich im Plus hatte. Da war ich der fette Summe im Minus. Dann hatte ich Cobra 11 aufgegeben. Dann waren auch die Freunde weg. Da hast du keine Kohle, keinen Job. Und zwei kleine Kinder zu Hause.

19:22:11: Dann war ich mit dem Mann. Dann rufst du deine Kumpels an. Die haben alle Geld zu kriegen. Keiner meldet sich. Keiner geht dran. Das übliche Spiel, das alle Unternehmer kennen. Aber hatte trotzdem Glück. Das war bei mir die Zeit, wo ich nur noch mit meinen Söhnen zusammen war. Die hat nicht interessiert, ob der Vater Geld hat. Alles gleich. Papa ist da. Morgen zum Frühstück langen. Da habe ich mit Papa eine Idee.

19:22:39: Ich habe eine sehr geile Idee. Dann denke ich mir, ich mache mir Riesen-Sorgen. Weil ich keine Kohle habe. Und weil sich alles ändert. Am Ende ist es immer nur die eigene Angst.

19:22:52: Weil man nichts hat. Was denken die Leute? Eigentlich hat sich nichts verändert. Als ich ein kleiner Junge war und kein Geld hatte, habe ich eine Apfelschwelle getrunken. Ich habe eine Pizza gegessen.

19:23:05: Dann hatte ich viel Geld. Ich hatte eine Apfelschwelle gegessen. Dann hatte ich nichts. Ich hatte eine Apfelschwelle zu trinken. Ich hatte nur die verdammte Zeit. Die hatte ich mit meinen Söhnen. Die konnte mir keiner nehmen. Ich war mit denen überall. Ich musste nur Fußball spielen gehen. Die sind nur bei mir gesessen. Ich dachte lieber, ich erlebe jetzt gerade das Paradies. Weil sonst bist du nur 300 Tage am Arbeiten. Rechts und links zahlt es mit viel Geld. Die Logistik, die Kinder mit den Horen runterfliegen. Dass man sie kurz sieht. Das ist ein Working-Modus. Ich komme nachher wieder. Ich schlafe in der Mache. Ich habe die effektivste Zeit mit denen. Da war ich auch sehr dankbar. Dann habe ich trotzdem natürlich mit dem Miet- und Alles bezahlt. Ich habe auf einmal ganz andere Menschen kennengelernt. Nicht aus der Filmszene, sondern Menschen aus der Wirtschaft. Immobilien. Große. Große Menschen.

19:24:08: Aber durch einen Zufall. Auf einem Obanball kennengelernt. Die wussten nicht, dass ich nicht erfolgreich bin. Weil ich gerade die Lochabweile schreibe. Das schreibt man ja nicht. Das seht ihr nicht auf der Stürm. Für die war ich immer noch der große Erober-11-Mann. Mark Keller. Das ist immer lächerlich. Aber der Bekannte. Da haben sie mich zu Fotos geholt. Und einer fragte mich, wie ist es so?

19:24:31: Ich habe ein paar Projekte finanziert. Da habe ich ein bisschen Kohle verloren. Ich habe erzählt, dass ich etwas erzählen wollte. Du bist ein ehrlicher. Ich habe gesagt, was glaube ich? Du bist ein großer Gurt. Ich habe gesagt, dass ich ein paar Partnern drin gehabt habe. Ich habe alles verloren. Aber wenn man nicht verliert, kann man nicht gewinnen. Das ist Spiel. Dann habe ich von einem Film erzählt, den ich machen will. Ich habe den finanzieren gegründet. Dann habe ich den Film produziert.

19:24:59: Dann konnte ich wieder Zinsdillgungen bezahlen. Ich habe aus diesem Tief so langsam rausgekommen. So habe ich ganz viele Leute kennengelernt. Die Gurkenköpfe waren nicht aus der Filmbranche. Sie waren immer nur dem Erfolg hinterher. In den Menschen, die wichtig sind. Immer dieses Oportune. Der ist wichtig. Da muss ich mich ranhängen. Wenn er nicht wichtig ist, ist er schnell wieder vergessen. Am Ende ist es trotzdem so, dass du ein Guter bist. Ob du Kohle hast oder Erfolg. Am Ende haben wir alle nur 24 Stunden. Am Ende geht es Licht aus. Da nehmen wir sowieso nichts mit. Wenn du mit den Jungs zusammen bist, die alle eine Passion haben. Wenn man das Geld in Erfolg mit den Menschen teilen kann, die man geil findet, wo man sagt, die haben den gleichen Spirit, die gleichen Passion, dann ist doch egal, wer erfolgreicher ist. Dann ist es schön, wenn man die Projekte zusammen machen kann. Und die Freunde, den gewinnt man zusammen, infoliert man zusammen. Es gibt nichts Schöneres, als wenn man den Erfolg teilen kann. Das ist das, was ich für ein Film hatte. Wenn man den Erfolg teilen kann. In der Filmbranche teilen die meistens nur mit sich und ihrem Kreis. Sie hauen sich selber auf die Schulter. Sie spielen auch immer in Rollen. Manche Schauspieler spielen halt in Super Daddy. Sie würden über Leichen gehen, um so ein Film zu produzieren. Sie versprechen den Leuten Dinge. Wenn die nicht sein sollen, sagen sie kurz davor, hat er nicht geklärt, tut mir leid, ich habe ein Jahr lang die Kamera bei dir gemacht. Jetzt sagst du, nein, aber jetzt habe ich keinen Job. Dann sagt er, das ist nun mal so. Hast du halt Pech gehabt? Nehmen Sie den Nix Besseren, weil der gerade frei ist. Oder einer, der noch ein Tick besser war, lassen den auf der Stufe. In den Spielen stehen sie ja um die Filme oben und sagen, ich habe für das Gute gekämpft. Ist das nicht ein toller Film? Aber haben trotzdem ganz vergessen, dass sie selber Kinder haben. Nur die Kinder sehen sie halt nicht. Am Filmspielen sind guten Vater, aber die Wahrheit ist halt immer da. Du kannst dir alles kaufen, aber niemals die Wahrheit. Und nachher bist du ein alter Mann. Wenn es dir mal nicht so gut läuft, dann würdest du dir wünschen, all die Menschen, die du,

19:26:51: wenn du auf die Fresse gehauen hast, in dem Weg, wo es nach oben geht, dir würdest du halt treffen, wenn du nicht mehr so wichtig bist. Und dann denkst du, warum habe ich das gemacht? Das waren noch meine Kumpels. Eigentlich waren die die Gute, nicht die Opportunisten, die jagen, ja sagen an deiner Seite. Und am Ende freust du dich auch, dass du deine Familie um dich rumhorst. Und deswegen, es gibt, das Glück liegt nur in der Einfachheit. Und es gibt immer nur eine Wahrheit. Und deswegen ist der Erfolg nur so,

19:27:17: der Erfolg ist nur so wichtig, dass man das Glück eben mit den Menschen teilen kann. Und wenn man mit denen groß wird und eben in so einer Mittelmäßigkeit, wenn man da einigermaßen durchs Leben kommt, ist man schon erfolgreich. Wenn du weißt, ich habe meine Familie, ich habe meine Kumpel zu mir rum, ich habe irgendwie Kohle verdient und das machst du, bist du alt bist. Und deine Leute bei dir sind und sagst du, was ist das für ein schönes Leben? Aber wenn du einsam alt wirst, die letzten 20 Jahre, weil du halt nur in den 20 Jahren, wo die Karriere groß war,

19:27:47: nur der Geilste wirst, aber du wirst sehen, der Punkt kommt. Du wirst nicht mehr so geil bist. Ja, wo der so ein kleines System, du warst so ein Funktions- 20 Jahre. Und das ist ein Nachzügler und da bist du halt nicht mehr gefragt. Und wenn es dann finanziell auch nicht mehr so läuft, dann bist du ganz schnell, wenn keine Kohle da ist, hast du niemand. Aber deine Familie hast du egal. Normale Menschen haben ihre Familie in guten und schlechten Zeiten. Weil wenn man nichts hat, hat man sich...

19:28:12: Jetzt habe ich viel geredet wie lange. Wer nicht verliert, kann nicht gewinnen. Geiler Satz. Für mich persönlich, heute nehme ich mir mit. Die Wahrheit kann man nicht kaufen und das Glück liegt in der Wahrheit. Das Glück liegt in der Einfachheit. Oder in der Einfachheit. Das Glück liegt in der Einfachheit. Also drei geile Zitate, die du mal kurz in einem durchwascht, gedroppt hast. Aber das ist interessant zu hören, wie du vermeintlich in einem Zusammenbruch im Jahr 2000 als das Projekt der Schief-Kigmen mit dem Kinofilmen warst du ja Fett im Plus. Dann warst du Fett im Minus wahrscheinlich 6, 7-stellig, wenn ich jetzt so eine Produktion von so einem Kinofilmen denke. Ja, da war eine Co-Produktion, aber ich war derjenige, der die Verantwortung hatte, was über Batchett ging und ich musste halt lön. Und ich wollte nicht insolvenz gehen, weil wenn du in so einer Zeit deine Finger hebt, dann bist du im Business tot und steht es in der Zeitung. Und dann sind all die,

19:29:01: die dir den Erfolg vielleicht in den Jahren davor, die immer gesagt haben, ja, so gut ist er auch nicht und hat ja Glück gehabt, kommt aus einer Castingshow. Und wenn dann was schief geht, dann sagen sie, dann waren wir von vornherein klar. Und dann werden sie dich besetzen. Dann werden sie dich erst mal toten, dann ist die Karriere leider am Arsch, deswegen habe ich gesagt, ich will nicht beleitegehen, ich werde das Zeug ab 9 Jahre gebraucht, um die Schulden dann abzuzahlen, aber es hat ja keiner mitgekriegt. 9 Jahre? Ja, war eine große Summe, ja. Aber ich musste auch gleichzeitig meine Familie ernähren und musste natürlich, du weißt ja selber, wenn du selbstständig bist, musst du auch das Finanzamt ernähren und du musst, wenn du nicht verdienst, musst du da nicht so viel zahlen, aber wenn du, das musst ich damals zahlen, aber wenn du angreifen willst, um Projekte zu realisieren, musst du fliegen, musst du ein Hotel haben, du musst trotzdem die Miete zahlen, die laufen in Kosten,

19:29:57: Kinderversicherung, da musst du schon jeden Monat ein gutes Geld verdienen und musst noch die Zins-Tilgung zahlen, wenn du auf der Bank Minus hast. Und das ist denn,

19:30:07: ich sage mal, ich hatte dieses kleine Glück, weil ich habe auch immer Menschen getroffen, die mir die Hand gegeben haben, aus ganz anderen Bereichen, und dann habe ich das Projekt gekriegt, dann konnte ich wieder die Bank beruhigen, dann konnte ich die Miete zahlen und dann in der Zeit bin ich wieder rumgerannt, dann habe ich was anderes hingekriegt und so ging das. Würdest du sagen, du bist ein Überlebenskünstler? Ach Quatsch, ich bin nicht anders als alle anderen, ich muss sagen, dass ich so viel Glück hatte in meinem Leben

19:30:35: und ich war dann geboren, wenn es für mich so war, als ich damals, wenn ich jetzt weiß, dass ich sehr arm war, früher habe ich es erst gemerkt, als ich den Freund, der aus der Schule besuchen konnte, weil meine Cousins waren ja auch alle so wie wir, die hatten auch nicht so viel, aber wenn du zu anderen Schülern nach Hause gekommen bist, die haben ein Haus, die haben eine Badewanne, wir hatten eine Betatouche Badewanne, wir sind einmal eine Woche mit so einer Eisenwanne gewaschen worden, Cousins, Cousin rein und als ich zwölf war, wurde eine Badewanne in unsere Küche gebaut. Das war eine Toilette, da haben wir den im Haus gehabt, da musste ich nicht durch so einen Bunker laufen. Aber für mich, da ich es nicht kannte, habe ich ja nichts vermisst. Erst als du die anderen gesehen, oh, das ist ein Haus, die haben Schiebetür mit Glas und draußen im Garten eine eigene Garage-Auto und denkst, die haben, plus wenn du da reingegangen bist, als Junge mit denen, zu den Eltern und dann sitzt du da drin und die empfangen dich so komisch und sitzen dann am Tisch und du sitzt auf dem Stuhl und dann fühlst du dich so unwohl und dann fragen sie, ob du während Ziel Limonade trinken, ob du im Glas Wasser möchtest und dann geben sie dir aus der Spüle so ein Wasser und ich sag es danke und dann denk ich immer, ey, also ich möchte hier keine 10 Minuten Wohnig, egal ob die so ein Haus haben. Das ist fast wie die Essen, was? Und dann sagst du, ja, willst du nicht lieber gehen? Ja, so war das oftmals, ja. Und dann gesagt, ne, ich stöne, ich habe mich draußen hingesetzt, manchmal auf den Stein gewartet, bis der rauskam, in den Spiegelingang, Fußball, aber es war so, es war halt nicht diese Atmosphäre, wie ich sie kannte, bei meiner Oma. Tür auf, alle rein, Oma, Dack, Wasser, Zucker rein, rumgegrüttet, getrunken, weil ein Freund dabei war rein, Oma, Freund, kein Problem. Das war halt einfach, aber es waren halt alle zusammen. Und deswegen, und so, dann habe ich erstmal erkannt, das ist alles nett, aber wenn ich jetzt zurückschau, war ich trotzdem reich, weil wenn ich mir die Welt heute anschaue, ist es so, schau dir das Elend auf der Welt an, wir haben hier alle, die wir sitzen, wir leiden zwar jetzt, weil sich Deutschland gerade ändert, weil die hat sich, auch wo ich jung war, hat sich alles damals geändert, aber wir haben natürlich momentan eine beknackte Politik, wir haben ein Steuersystem, was nicht funktioniert, wir haben Rentensystem, was nicht funktioniert, wir haben eine Einwanderung, die in der Riesengefahr ist, ich bin selber mein Vater ist Einwanderer, ich sage nichts dagegen, aber wir haben leider eine Kriminalität, die erschreckend ist. Unkontrollierte Anwanderung? Ja, unkontrolliert, vor allem auch viele, die halt unserem Staat nichts Gutes wollen und Menschen, die einfach aus einer Region kommen und ein ganz anderes Gewaltpotenzial im Kopf haben und wir haben hier keine Polizei, die dem entgegen oder keine Justiz, die dem entgegen geht, deswegen fühlen die sich frei, weil wenn du was machen kannst und du nicht bestraften wirst, dann machst du immer mehr, gibt ja keine Grenze, aber das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall sind wir in einer Zeit, die schwierig ist, aber trotzdem, wenn ich in Sudan schaue, wenn ich auf die Welt schaue, gibt es so viel Armut, so viel Leid und das gab es schon immer und wenn man das betrachtet, weiß man ja selber, immer wie reich man ist, weil ich glaube, es gibt, es gäbe auch dem Ärmsten in Deutschland, der glaubt, der ist Arm, da gäbe es Millionen Menschen, die nur ein Tag in seiner Haut sitzen würden, wo er glaubt, dass er Arm ist, nur damit sie nicht verhungern, dass sie nicht von einer Bombe getroffen werden, dass sie vielleicht einen warmen Schlafsack haben oder ein Bett und das ist letztendlich die Wahrheit. Deswegen ist das immer auch das, was ich zu meiner Zeit war, das ja genauso so. Ich sehe das immer so, dass wir halt alle einen riesen Glück haben, weil wir hier geboren sind und meine Generation, Nachkriegsgeneration, die hatten ja alle 70 Jahre kein Krieg. Du musst dir vorstellen, Deutschland war ja alle 15, 20 Jahre bis zum 2. Weltkrieg in irgendeinem Krieg, in irgendein Leid, in Hungersnote, in Krankheiten verwickelt. Wir kennen das alles nicht. Das ist eine Situation, die wir hier erleben, ist ja resultiert nur aus der Geschichte, weil wir 70 Jahre Frieden haben und das ist ja in Europa fast so außer Ex-Diumslawien 90, aber die wissen auch, wovon sie geredet haben, was sie damit gekriegt haben, aber die Menschen, denen so gut ging und geht, die wissen nicht, wie gut es denn geht und deswegen sind die zu allem bereit, deswegen ruft unsere Politik auch, wir müssen wieder militarisieren, wir müssen in den Krieg rein. Das ist eigentlich krank, weil in der Sekunde, wo du in einem Krieg bist, wo die Menschen rechts und links sterben, jeder Krieg ist unnötig, jeder tote, es gibt doch keine Gewinner im Allgemeinen. Nein, das ist eine große Politik, die spielen Schach und dann werden Kriege dort gemacht, dort gemacht, um ihre Waffen zu verkaufen, das ist einfach nur ein blödes Spiel und die Menschen sind leider dumm und werden das immer so machen, aber unsere eigene Schuld ist das, was jetzt passiert ist, weil wir glauben,

19:34:52: dass alles immer so weiter geht. Und es geht so lange weiter bis es richtig knallt und erst dann werden sie sich alle wieder zusammenraufen und dann werden aus den ganz, ganz schlechten Zeiten gute Jungs raus treten, die dafür sorgen, dass wir irgendwie eine gute Zeit kriegen, so wie wir sie gehabt haben. Was jetzt passiert ist, es sind halt alles Jungs, die leider keine, die kennen nur die guten Zeiten und sind halt alles keine Menschen, die das schätzen. Die sind halt verwöhnt von den guten Zeiten, ja. Ja, weil sie sagt, wenn immer starke Männer sorgen dafür, dass gute Zeiten kommen und die, die schwachen Männer sorgen dafür, dass wir schlechte Zeiten kriegen und wir rutschen gerade rein in die schlechten Zeiten.

19:35:30: Jetzt hast du sehr, sehr oft in deinem Fall was dein Leben angeht und deine Story davon gesprochen, dass du der Meinung bist, dass du sehr viel Glück hattest. Ja. Ich glaube, jeder von uns hat Glück, wenn er

19:35:41: es analysiert und wirklich sich die Welt anschaut, denn wird jeder immer dieses, solange man gesund ist, ist man reich. Und wenn man ein warmes Bett hat und zu Hause hat, eine Familie mit der man zusammen ist, ist es egal, bist du ein reicher Kerl, weil das ist,

19:35:57: das ist das größte Geschenk. Und wenn du gesund bist, kannst du angreifen. Und wenn du angreifst, würden irgendwelche Dinge funktionieren. Und wenn sie nicht funktionieren, bist du gesund und hast ein kleines Zuhause. Es wird sich daran nichts ändern. Es wird sich nur was daran ändern, dass du vielleicht ein bisschen mehr Glück nimmst, wenn du Erfolg hast, dir ein schöneres Zuhause holen kannst, noch ein größeres Auto, ein größeres Zimmer. Aber die Wahrheit, wenn du mit dir in der Balance bist und das kleine Glück schätzt, wird das in der großen, in dem großen Haus, in der großen Wohnung genauso sein, wie es letztendlich in der kleinen Wohnung ist. Da siehst du ja bei den ganzen Biografien, wenn ich von Apache so eine Doku gesehen habe, und da ist er denn, als er alles hatte, ist er mit seinem Bruder in dem Bezirk in Mannheim, wir waren wo aufgewachsen und hat sich dann seinen Haus angeguckt und die Vorstellungen, weißt du, dem liefen fast die Tränen runter des Hauses, wo abgerissen wird, wo er sein Zimmer sieht und seine Mutter und die Gedanken. Weißt du, was das war damals für die, die härteste Zeit dort aufzuwachsen. Und im Nachhinein weint er, weil er sagt, wie schön war die Zeit, dass er mit Mama und Papa das dir da waren, wofür die gekämpft haben. Das heißt, es sind ja alles nur Dinge, die du im Kopf hast. Und das Wichtigste, was man wissen sollte, ist, und jetzt muss man den jungen Menschen sagen, wenn die zu mir kommen, du hast Glück gehabt,

19:37:08: meinst du, ich bin begrabt, guck mal, wie alt bist du? 24, glaub ich, hab das gemacht, glaub ich, ich kann das auch. Dann sag ich, warum hast du dir so lange Zeit gelassen? Ja, ich hab mal das probiert. Ja, ich könnte das auch probieren, sag ich, Junge, du willst so viel probieren. Aber konzentriere dich auf eine Sache, mach sie richtig und fokussiere dich und er wird es klappen. Und wenn du es jetzt machen willst, dann mach alles dafür, dass es klappt, denn wirst du, wirst du sehen, es funktioniert. Und wenn nicht, hab keine Angst auf dich, wenn's zehnmal schief geht, dann klappst du im elften Mal. Weil, was hast du zu verlieren? Schau mal, du bist gut, du bist gesund. Und das muss man den Leuten sagen. Weil die meisten Menschen auf dieser Erde würden dich das wünschen, was nur hier sitzen, ein Wasser zu trinken, hier entspannt, keine Angst haben, dass eine Bombe auf den Kopf liegt oder dass sie erschossen werden. Oder was auch immer, danach sehnen die sich, da träumen die nachts von. Und das wissen wir alle nicht, weil wir zu diesen 15 Prozent gehören, die anscheinend im Paradies leben. Und dann halten sie das Paradies aber für grausam und sagen, ach, ist ja alles so scheiße, bis sie einmal schmeißt sie einmal in Afghanistan raus in Syrien und lasst sie wieder zurückkommen. Glaub mir, die arbeiten, die werden sagen, ich mach alles.

19:38:11: Das ist so.

19:38:12: Ich komm nochmal auf das Thema Glück zurück. Wir reden jetzt so seit ca. 40 Minuten und ich hab jetzt so einen Ausschnitt bekommen.

19:38:18: Ja, ich glaube zu viel. Nein, nein, tust du gar. Alles gut, bestens sich. So erfahr ich mir über dich. Aber worauf ich eigentlich hinaus will, deine Definition von Glück, was du jetzt gerade kund getan hast, was dich angeht, nicht? Nur mich. Wir reden jetzt von dir. Du bist ja heute mein Gast. Und ich sehe es ein bisschen anders. Du empfindest es anders. Da bin ich gespannt, wie du das Glück empfindest. Ich empfinde das anders, was dein Glück. Also was du mit deinem Glück. Aber du glaubst nicht, dass das Glück tatsächlich... Glück spielt vielleicht schon auf jeden Fall... Nein, aber auch das Empfinden des Glückes, des Momentens, das Schätzen, die Dankbarkeit. All das ist Glück. Wir nehmen natürlich Momente ganz anders wahr, wenn du erstmal eine gewisse Grunddankbarkeit hast,

19:38:57: und du kannst kleine Dinge erfreuen. Und das ist natürlich von jemandem zu hören, der jetzt schon so einen Weg hingelegt hat, wie du es für die meisten wahrscheinlich so... Das redet, der hat ja leicht reden, der ist ja da oben schon gewesen. Nein, aber das fängt ja schon da unten an. Und das musst du ja nach oben durchziehen, dieses Mindset. Weil du weißt selber, wie es ist, du bist in der Branche gewesen, die ist ja übertönig von Oberflächlichkeit. Schauspiel, hier rote Teppiche... Das ist jetzt natürlich, das ist in unserer Branche extrem, aber das findest du auch in der Immobilienbranche.

19:39:25: Das ist jetzt überdabt, ob du Geld hast, ob du die großen Cios sind, alles, da wird gefeiert, wird schön getrunken, man redet sich alle schön, das ist die gleiche Nummer. Ich komme nochmal zurück auf dein Glück. So, ich sehe das ein bisschen anders, was dich angeht. Warum? Was habe ich gesehen, oder was ich jetzt wahrgenommen ist, du warst mutig. Erstmal ein Weg zu gehen, denn Arnte sich nicht für dich gewünscht hätte, als Kind.

19:39:50: Disziplin, und vor allem, was den meisten Menschen heutzutage fehlt, in der Zeit, in der wir uns jetzt befinden, du hast Scheiße, Verantwortung übernommen.

19:40:00: Das Projekt ist schief gelaufen, du hast auf die Fresse bekommen auf gut Deutsch, 2000.

19:40:05: Was hast du gemacht? Du hast nicht die Finger gewohnt. Ist das die leichteste Variation zu sagen,

19:40:09: ich heb die Finger, sieben Jahre warten, zum damaligen Zeitpunkt, jetzt ins Drei, damals waren es noch sieben, glaube ich, Insolvenz, aber nee, hast du nicht getan, sonst wärst du in der Presse gewesen, dann wärst du als Schauspieler tot,

19:40:21: du hast es für dich gedreht, aus diesem vermeintlichen Negativen, was Positives zu machen, denn du hast Zeit für deine Jungs gehabt, für deine Kinder. Du bist dann trotzdem unterwegs gewesen, hast zwar gestruggelt, hast geguckt, links und rechts, alles beieinander zu haben, zusammen zu halten, warst dann auf dem Wiener Opernball, hast dann Wiener, das war Frankfurter, oder Frankfurter Opernball, hast dann diesen Typen getroffen, aber auch nur, weil du dich davon hast, nicht negativ beeinflussen lassen.

19:40:50: Du hast viele Attribute mitgebracht, und vielleicht war noch ein Quäntchen Glück dabei, aber du hast Eier gehabt auf gut Deutsch, du hast durchgezogen, Disziplin, Verantwortung übernommen, das sind ganz viele Attribute,

19:41:03: die sehr wichtig sind. Und wann sind sie in meinen Augen sehr wichtig, nicht wenn die Sonne scheint, wenn alles Geiles draußen, wenn alles super läuft, nein, wenn da ein Boden liegst, wenn alles Scheiße läuft, dann ist es wichtig, weiter durchzuziehen, denn das ist ja auch in meinem Buch, da geht es eher darum, dass ich auf die Fresse bekomme, nicht, dass sie verteilt hat, sondern ich habe mein Leben lang aufs Maul bekommen. Aber es ist ja kein Problem, aufs Maul zu kriegen, das ist ja das Leben. Das besteht ja nicht nur aus Friede, Freude, Eierkuchen. Die meisten Menschen wünschen dir, dass nichts gut ist, die wollen immer, solange sie selber erfolgreich sind, wollen sie dir den Erfolg nicht können, oder immer, dass du so lange unter den bist, wobei das alles brennt. Ich sage auch immer, man wünscht dir, solange Erfolg bist, wenn du ihn hast,

19:41:41: dann ist das nicht mehr so geil,

19:41:46: was ist das? Ich will auch, okay, mach doch, halt dich doch, also wir haben doch alle dieselben Möglichkeiten. Jeder hat doch dieselben Möglichkeiten. Ich sehe das gar nicht als vorbeiziehen, egal, bei mir können die alle vorbeiziehen, wie sie wollen, weil, wie gesagt, in deren Augen jetzt, der Erfolg oder das Glück,

19:42:03: wenn das unter den richtigen Voraussetzungen passiert, können die vorbeiziehen, im Bündnis beste Glück, aber wenn du das unter falschen Voraussetzungen machst, dann siehst du, wie er vorbeizieht,

19:42:13: dann ist das trotzdem einmal klar, weil, kracht das wieder ein, deswegen, solange du in deiner Balance bist, solange du mit dem, was du machst, happy bist, dann kannst du hier sein, hier sein, hier sein, und es ist scheißegal, was die anderen machen. Wirklich, weil es ändert sich eh nichts an deinem Leben. Es müssen die alle begreifen. Ja, gab es noch so einen Punkt, also nach diesen 9 Jahren, wo du rausgekommen bist aus dieser Phase, wo du dann die Schulden beglichen hast, alles bezahlt, was dann mit dem grünen Bereich, nicht mehr im Roten, gab es noch so den einen oder... Nein, aber das ist natürlich...

19:42:41: Aber dann gibt es... du musst halt trotzdem immer, du guckst, kriegst, du tschopp, wie finanzierst du das? Das ist immer eine Rennerei, aber das ist halt als Unternehmer und Selbständiger, ist das immer ein Rennen. Steht es unständig, bist du am Rennen, um in diesem Kreislauf, in diesem Hamsterrad, übrigens zu funktionieren. Und jetzt hast du halt immer das Finanzamt an der Bagage, das wird ja auch immer schlimmer. Jetzt bist du ja nur noch, wenn du da 100.000 vor Dienstag bleiben, bei dir im Endeffekt mit verstecken, 30.000 Euro, jetzt sag mir mal, wie willst du da wieder funktionieren? Dann nimmst du die 30,

19:43:09: in Flüge, um andere Deals zu kriegen, damit du die Steuern nachher zahlen kannst und dass du wieder verdienen, damit du den nächsten Deal kriegst. Das ist so, aber so geht ja unsere Mittelschicht gerade kaputt, weil die... Wenn du ein Unternehmen hast, egal, das 100.000.000, mit 20, 30.000 Angestellten, die machen einen Umsatz, haben ein geiles Jahr, dann haben die schon Angst davor, wenn sie das nächstes Jahr nicht so ein gutes Jahr haben, dass die Steuer sie auffrisst und sie Inselvenz ermeldet müssen, weil sie müssen vorauszahlen und müssen zwei Jahre später nachzahlen und wenn sie ein schlechtes Jahr haben, müssen sie mit den Rücklagen die Löhne bezahlen, haben keine guten Aufträge, sind sie blatt. Das ist unser System und das funktioniert nicht richtig. Und das ist halt jetzt eine andere Stagalei. Ich will mich nicht beklagen, weil irgendwie kriege ich es ja trotzdem immerhin jedes Jahr, aber du bist halt jedes Jahr am Kämpfen und weißt, ich sag ja, ich habe ein Song geschrieben auf meinem Album, der heißt 60 Sommer und dann habe ich nur... Ich kam nur auf die 60 Sommer, weil ich immer gesagt habe, ich habe jetzt noch zehn gute Sommer, das sind die nächsten zehn Jahre und da muss ich jetzt so Gas geben, dass ich so viel Geld verdiene, dass ich, falls mir irgendwas passiert, kann jederzeit passieren, aber mit 70, wenn ich da nicht mehr Musik machen kann, filmen machen kann, dass ich dann ein bisschen Kohle habe, um meine Mitte zu bezahlen, weil du kriegst ja nichts aus der Rente raus und so viel kriegst du nicht auf die Seite. Und deswegen muss ich das jetzt... Deswegen gebe ich auch so voll Gas und bin natürlich dankbar, dass ich so eine Leidenschaft habe, dass ich das alles liebe, was ich mache und dass ich noch gesund bin, um alles so machen zu können. Wie hast du denn es vorgesorgt für deine nächsten zehn Sommer, wenn du sagst, okay, bis dahin kann ich noch so Gas geben? Ja, jetzt habe ich viele Projekte in meinem Kopf, die ich schon voll angehe und die letzten Jahre aufgebaut habe und die muss ich jetzt realisieren. Und wenn die funktionieren, dann kommt auf jeden Fall wieder ein bisschen was rein. Und auch wenn ich dann die Steuer bezahlt habe, habe ich dann noch ein bisschen irgendwie was, wenn die Politik sich nicht noch was Neues einfallen lässt, damit sie an das Geld auch noch rankommen. Und dann ansonsten bist du eher Marsch, aber dann sind alle Marsch. Also ich versuche da ein bisschen was auf die Seite zu kriegen, dass ich dann davon wenigstens noch ein paar Jährchen, die ich dann habe, wenn ich nicht mehr arbeiten könnte, was ich trotzdem hoffe, weil ich singen könnte, theoretisch. Udi Jürgens hat bis 80 seine Shows gemacht und ist dann umgeflogen quasi auf der Bühne. Und das hoffe ich natürlich, dass ich das auch machen kann. Aber falls nicht, dann muss ich sagen, Schatz, die Miete ist bezahlt, mach dir keine Sorgen. Jungs, der Vater kann noch die Zähne, müssten jetzt mal erneuert werden. Habt ihr ein bisschen Code? Nein, gut, ich muss selber wieder. So, weißt du?

19:45:27: Wenn du von mehreren Projekten sprichst, sprich mir von Filmprojekten. Filmmusikshows. Ich habe das Glück, dass ich zum Glück singen kann, dass ich kreativ bin, was Shows anbelangt oder was ich davor habe. Und habe so mehrere Sachen, die ich gerade parallel aufbaue. Also meine Shows. Dieses Jahr habe ich neun Konzerte mit Symphonieorchester, plane große Tour nächstes Jahr und nehme jetzt mal ein schönes Album auf, das nächstes Jahr kommt. Und habe eine Fernsehserie geschrieben, die finanziere ich gerade oder entwickelt, die versuche jetzt zu finanzieren. Dann habe ich eine Fernsehshow, die ich versuche zu finanzieren, umzusetzen und so paar Dinge, die ich noch vorab.

19:46:06: Ich weiß, das klingt und das sind ja trotzdem immer ein paar Summe, also schon größere Summen, die man da finanzieren muss. Ja, man muss da solche Projekte immer vorfinanzieren. Ja, man kann auch warten, bis dir irgendjemand was gibt vom Sender und die rennt es halt rum, zehn Jahre lang und verredest mit den Redakteuren, aber das wird nie was werden. Und wenn du auf die wartest, dann kommt auch immer nur ein Kompromiss im Kompromiss raus und dann wird es nicht erfolgreich. Und es ist wie bei jedem Film, wenn du ein Film vor blocks, wenn die Jungs das nicht selber gemacht hätten, wäre das nicht so erfolgreich geworden, das Problem ist, die haben es selber auf die Beine gestellt und da durften Leute mit spielen, die halt auch von der Straße kamen, die authentisch waren, haben das geil cool besetzt, die Münchner Filmproduktion hat es zugelassen und dann ist was entstanden, was über die Grenzen hinaus erfolgreich wird. Und wenn du es halt in Deutschland machst, ist halt immer meistens, da muss wieder der mit spielen, da muss wieder der der Regie machen,

19:46:54: dann muss wieder der aber nochmal dreimal das Buch umschreiben und der, der das Buch geschrieben hat, schaut sich den Film an und sagt, hat relativ wenig mit dem Buch zu tun, was ich eigentlich vorhatte, aber ich habe es ja finanziert gekriegt, super, aber das ist ja nicht mal dein Film, es ist ein ganz anderer Film geworden. Ja, was soll ich denn machen? Da haben halt alle mitgesprochen und fünf Köche von der haben den drei. Das ist so.

19:47:13: Beim Film ist es leider so, wenn du, man sagt, der Früher hat man gesagt, Filme-Macher und Filme-Macher kam von einem, der eine Vision hatte, der ein Buch geschrieben hat und will diesen Film machen und wenn du den Film aber mit sechs, sieben Leuten besprichst, wenn du in deinem Drehbuch sechs Leute lesen, kommen sechs verschiedene Filme raus, weil jeder hat ja eine andere Art von Sprache, eine andere Vorstellung von Action, eine andere Vorstellung von Sexualität und jetzt bringen die alle mal unter einen Hut, dem gefallen die Dialoge nicht, der sagt, das ist toll, kann man das vorstellen, müssen die Dialoge ändern und dann sagst du aber, so sprechen die bei mir in dem Film, ja, aber das kann man nicht machen und dann schreiben sie es anders, dann stimmt schon die Sprache nicht. Dann sagt er, ja, wäre das nicht gut, wenn aus dem Pärchen zwei Männer würden, dann sagst du, naja, bei meiner Geschichte ist das Mann und Frau, nicht, dass ich was dagegen habe, aber das ist so, nee, zeitgemäß werden, wenn die Frau auch noch ein Mann wäre, dann wird es aber eine ganz andere Geschichte geben, das will ich aber so und dann läuft die Geschichte so. Weißt du, und so fangen halt an, Geschichten sich zu verändern, ist nicht immer so, aber ich sage halt, wenn du eine Geschichte schreiben willst und willst ein Film machen, dann musst du den machen, dann musst du zwar genauso machen, wie in deinem Kopf ist und wenn du dann in Zeitgeist triffst und die Menschen aus dir umsetzen, kann das einfach ein Riesenerfolg, es kann natürlich auch sein, es funktioniert nicht, aber das ist halt mit allem, was wir machen. Wirst du jemand, der aus dem Steg reift, singen kann oder musst du hier Stimmübungen erstmal machen und... Ja, aber willst du mit so einem Alpenmann jetzt hier singen? Meine Musik ist ja nicht deine Musik. Macht ja nichts, aber es wäre trotzdem mal interessant. Ach, Quatsch, die Musik, die ich singe, das ist ja... Ist das Schlager oder? Nein, du hast ja meine Alpen nicht angehört, ne? Ne, dann musst du mal reingehen.

19:48:46: Hör die mal auf Spotify Songs of my life an, da gehe ich so durch meine Songs, mit denen ich... eine Geschichte, ja, Geschichte habe ich so angefangen, wie ich so zur Musik kam und wie ich so durchs Leben gegangen bin, die sind alle da drauf.

19:49:02: Das ist echt schön. Du musst dir das anhören, das ist auch geil, mit Fetten, Symphonie, Orchester. Und glaub mir, es funktioniert schon im Singen. Das ist nur mal blöd, wenn man hier... Ne, ne, ne.

19:49:22: Also wenn Marc Keller sagt, kannst du was singen, dann gibt es erstmal Pantomime, das ist geil.

19:49:29: Ja, spannend ist... für mich jetzt auch... Siehst du dich selber noch vor der Kamera? Klar, ich liebe, ich habe mich... ich habe viel vor noch. Ich habe ein paar schöne Serien vor, und wenn ich die richtigen Bücher kriegen würde, würde ich auch gerne mit spielen. Ich liebe auch die Rolle beim Bergdoktor, den Dr. Kahnweiler. Das ist eine Kultrolle geworden. Freue mich schon wieder drauf, gehe mal die Dreharbeiten los. Aber...

19:49:52: ich sehe mich halt aber trotzdem schön auf der Bühne mit meiner Musik. Und das habe ich mache ich auch schon die ganze Zeit. Fühlst du das eher so wie den Schauspielimpfen? Nein, ich fühle auch Filmsuche. Es ist nur so, dass du...

19:50:04: dass wenn man älter wird, verändert sich ja die ganze Leitschaft. Das ist die Freise.

19:50:09: Und wer schaut noch linear? Das Fernsehen kaum noch die Menschen. Und ich bin jetzt beim öffentlich-rechtlichen mit dem ZDF und so. Da haben wir sehr viel Erfolg mit dem Bergdoktor. Zum Glück noch. Aber es wird sich alles verändern. Und bei Netflix, da musst du erstmal wieder reinkommen. Es sind andere Agenturen, viele junge Menschen, mit denen ich gar nicht so von Netz bin, dass du da gekastet wirst und dass du reinkommst. Und die Wahrheit ist auch die ganzen Schauspieler, die Deutschen, die meisten, die den da mitspielen, die kriegen halt kein Geld mehr. Die spielen für kleines Geld in einer internationalen Produktion.

19:50:38: Sie werden international entdeckt. Was bestimmt auch funktioniert beim anderen. Aber wenn du das als junger Kerl machst, dann sagst du, ich treffe mal 8 Wochen, wo ich die Summe kriege. Da hab züglich Steuern in Deutschland, bleibt da nicht viel übrig. Aber ich bin halt im internationalen Projekt. Aber wenn ich hier meine Laufenden kosten, dann muss ich mal 8 oder 9 Wochen weg. Um dann in einer internationalen Produktion auf englisch, im schlechten Englisch, dann noch irgendwie durchzurutschen und sagen, guck mal, da hinten bin ich. Ich bin vorbei gerannt.

19:51:06: Ich bin in den großen Stars da, netwlich zu sehen. Das ist so ...

19:51:12: Die jungen Leute, die haben eine geile Zeit, weil es gibt viel mehr Möglichkeiten, die sollen angreifen. Und ich bin fokussiert auf das, was hier passiert und versuch halt, mein eigenes Ding zu machen. Und das funktioniert echt ganz gut, muss ich sagen, bei mir so. Dass ich dieses Glück habe, immer machen zu können, was ich will. Stark.

19:51:31: Jetzt bist du ja auch Papa. Und jetzt hast du gesehen, dass Papa ja dich erzogen hat und gesagt hat, Marc, du wirst KFZ-Tler. Hier Schablone aufgedrückt. Wie hast du das aufgrund deiner Erfahrung in deinem Leben und wie man dich erzogen hat und deinen Weg? Wie hast du das dann bei deinen Jungs gemacht? Hast du den Verforderer gesagt, ich mach das nicht jetzt wie Ante, sondern ich lass den ihren freien Lauf, die dürfen sich entwickeln. Ante hat ja gar nicht so viel gemacht, weil ich hatte das Glück, dass ich die Freiheit hatte. Sonst wäre ich nicht so geworden, wie ich bin,

19:52:02: aber ich war ja Goldjunge. Die hat mich verwöhnt, die hat mich ins Bett hingebracht. Hast du ein Zehkinder? Ich hatte eine Halbschwester, die war 12 Jahre älter, die ist relativ früh abgehauen, als ich 5 war. Ich war rein bei meiner Oma, meine ganzen Cousins und Cousinen war Oma, weil ich war im Mittelpunkt. Weil die hatte 14 Enkelkinder, 4 Kinder und alles kam immer in Oma. Oma hat immer allen geholfen, obwohl sie nichts hatte. Die hat an 3 Putzstellen gearbeitet, um uns groß zu ziehen, bis sie 76 war,

19:52:30: um nur alles durchzukriegen. Mit Mäte und Opa, der war das mit 76 gestorben. Aber Oma war da, aber Oma war ich halt, ich war ihr kleiner Junge. Wenn die alle draußen sind, man ist alleine. Und so war das ihr kleiner Marko, dann hat sie mich ins Bett gebracht, ich bin rund und habe die Frühstück gemacht, habe ich Brötchengut, das war so, die hat mich machen lassen. Und durch das, was sie mich machen lassen hat,

19:52:52: konnte ich halt auch in dem Gefängnis machen, ich konnte trainieren, wie gesagt, mit den Lenorflaschen, ich konnte abboxen. Ich habe dann in den Züren, ich bin ins Karate, dann habe ich rumgesungen und habe mir eine Anlage gekauft, ich konnte die Dinge machen, wo die anderen Eltern vielleicht sagen, du spinnst wohl, und ich konnte das. Und mein Vater hat immer mit dem Kopf gewackelt, sagt Marko, Marko, das ist die Schadko, jetzt 15, jetzt wird er mal gearbeitet. Dann sage ich Papa, nee, Marko will nicht. Marko muss, BOOM! Und dann muss ich machen. Aber bei meinen Jungs habe ich das genauso gemacht, ob ich das jetzt falsch gemacht habe oder nicht. Wir sind bis heute sehr eng. Sieht man? Ich habe euch ein paar Mal in Kitzbühle erlebt, wir sind auch so gelb, haben mich jetzt am Flugabend gefahren, wir sind das dreibadige Stativ, nimmst du einen Bein, wegfliege das Stativ um, das funktioniert nicht. Und das Schöne ist, dass wir dieses Glück, was wir haben, kann man halt auch nicht kaufen. Und die Zeit, die wir miteinander verbringen, da streiten sich auch die Geister,

19:53:54: wenn du mal weg bist, was machen die dann? Dann sage ich, weißt du was, das sind geile Jungs, die werden garantiert viel machen. Dann sage ich, ja, aber die konzentrieren sich auch zu sehr auf dich und du bist so, du machst alles und dann sage ich, die machen auch viel. Aber wir machen das auch zusammen. Aber die Zeit, die wir miteinander verbringen, das ist ja die schönste Lebenszeit, die man verbringen kann. Und das ist, ich verstehe halt, manche Eltern nicht, die das sicherlich gut meinen, die ihre Kinder, die erst mal da 12, 13, da wird Internat checken, weg von dich,

19:54:22: die sind dann wieder verbringen, die Eltern 5, 6 Jahre, sofort in Kindergarten weg, Schule, Kindermädchen, Nanny. Und dann sind die Kinder groß und haben zwar eine andere, der haben da auch ihren Spaß gehabt, da waren die Freunde ihre Familie, aber ihre eigene Familie. Da haben die den Kontakt in einer ganz anderen, mit einer ganz anderen Empathie, mit einer ganz anderen Sichtweise. Und das sind eben die, die den warten, wenn die Eltern mal älter sind und die Eltern dann tot sind. Dann sagen sie, ja, ich habe jetzt halt das

19:54:50: genauso abgekühlt, ich denke, das schönste ist, wie in den armen Ländern auch, schau dir an, gehen mal, was die armen Länder halt nicht wissen. Die sehnen sich natürlich immer nach mehr, aber die haben schon alles. Weil, gehen wir zu den Griechen oder zu den Türken, da wo wir gedreht haben. Da wohnt die Oma, der Opa, alle wohnen in einem Haus, die Kinder sind nach zum 8 oder am 9 und 10, spielen die vor der Tür Fußball, dann wird Scheigetrungen, dann essen die, die Siggaraböre, dann schlafen die Kinder mit dem Hund, dann kommt der Oma ein, wird die hochgebracht und die haben natürlich das, das sie nichts haben. Aber die haben so viel. Und dann siehst du, dann kommen die Teile davon von der Familie, fährt sie nach Deutschland und arbeitet und erzählt die ganze Zeit, wie schön es da unten war, obwohl sie hier das viel schönerere Haus haben. Aber wir reden immer, ah, in Türkei ist viel besser. Und dann fahren sie runter in Türkei und in Türkei geben sie Ahnung und erzählen, wie toll es in Deutschland ist. Aber das ist immer verrückt, weil der Mensch immer das, weil er was nicht hat.

19:55:46: Und wenn du das alles erleben kannst und jedes Jahr mehr, wo man zusammen ist, das ist mehr Geld, wie alles Geld dieser Erde.

19:55:55: Für mich.

19:55:57: Ich krieg schon wieder zu viel. Ich tut mir leid, der schläf schon ein.

19:56:00: Das tut mir leid. Ihr könnt abschalten, ich weiß. Aber deine Söder sind gar nicht so abhängig von die, wie man wahrscheinlich meinen würde.

19:56:10: Nein, es gibt ja mal viele Menschen drauf, sie sagen, das ist nicht gut, Marc, du, dass ihr gut zusammen hängt. Es gibt sehr viel Meinung und sehr wenig Ahnung. Ja, aber ich sag mal, ich sage, die können man mir auch jeder kann machen, was er will, jeder hat seine eigene Familie. Wir leben das so, wir lieben das so und die sind echte nonstop zusammen und arbeiten alle füreinander. Der eine wird jetzt 30? Der eine und der andere ist 33 geworden. 33 geworden? Und sie sind aber beide auch relativ jung aus. Der Aaron ist noch jünger aus, der ist der 33-jährige und Joshua ist der der älter aus, das ist der größte. Ich hätte die beide für so Anfang Mitte 20 geschätzt.

19:56:42: Das ist schon gut. Gar nichts davon. Hab ich auch nie gemacht, ob das besser oder schlechter ist, weiß man nicht, aber sie machen auf jeden Fall einen gesunden Lifestyle.

19:56:53: Stark und eine von beiden ist doch in der Immobilie aktiv. Und das auch noch, der wird wahrscheinlich uns alle später finanzieren. Ich sage, du hast doch wieder eine Immobilie verkauft. Du musst uns noch mal helfen, wir brauchen Nachschub. Es hat nicht so geklappt, dieses Projekt, es war durchgeplant, mein Sohn. Ich sage dir, normalerweise hätte das funktioniert, aber da ist eine kleine Lücke, würdest du helfen? Vater, Vater, ich weiß, ich sage nicht Vater, steck einfach rein. Danke dir.

19:57:17: Und der Oscar geht zu Marc Keller.

19:57:22: Vielleicht der Überlingerbär. Der Überlingerbär.

19:57:25: Wenn du jetzt 60 Jahre zurückspulst, oder ich sage mal mal so, ich würde dir jetzt eine Zeitmaschine entstellen, wie die von der Mini Playback Show, die dann so Verkleide wieder rauskommen ungefähr. Und ich gebe dir die Möglichkeit wieder zurückzureisen. Genau so. Ja, ich liebe das. Ich muss sagen, meine Geschichte ist wie so ein kleiner Film, wenn du das verfilmst. Es ist ein Hollywood Film, und die würden sagen, ja, haben sie wieder ein schönes Märchen erfunden. Mein Film ist ein Märchen für mich. Hast du mal daran gedacht, dein Leben zu verfilmn? Ja, ich habe zumindest ein schönes Buch geschrieben über Glück, also mein Leben aus der Sicht des Glückes, in so Kapiteln. Und jetzt bin ich ja noch, ich habe noch ein letztes Kapitel, was ich gerade schreibe. Das Buch ist noch nicht fertiggestellt, du schreibst es? Ja, ich habe es schon seit 23, über Glück läuft ganz gut. Und ich musste mal lesen. Aber dieses letzte Kapitel, jetzt die letzten zehn Jahre, da habe ich ja noch viel vor. Und dann hoffe ich, dass ich vielleicht, ich kann es ja irgendwann mal noch verfilmen. Und mal schauen, es ist ein schöner Film auf jeden Fall, weil das ist ein Märchen.

19:58:26: Der überlinge Bub, der das TV erhobert hat. Ja, aber nur aus meiner Sicht ist es ein Märchen, weil es ist ja nichts Besonderes. Du bist ein Stuttgarter Bub, der vielleicht Millionen verdient hat. Manche Leute, die können diese, die Zahl Millionen gar nicht fassen. Normale Menschen, für dich ist das ein Ding. Und auch deine Geschichte ist wahrscheinlich interessant. Wie viele, viele andere Geschichte. Ich kenne den Herr Haagedorn, ich kenne den Tönnies, ich kenne den Heiner Kampfs. Die Geschichten vom kleinen Mann in der Garage, angefangen Brötchen zu backen, und wurde dann zum größten Bäcker Europas, fünf Milliarden Umsatz. Das sind Geschichten. So gibt es so viele, deswegen meine Geschichte ist ja für mich besonders. Ich glaube, sie ist eine schöne Geschichte. Für mich ist so alles, was ich mir erträumt habe, als kleine Junge.

19:59:08: Und wenn ich nach Amerika, oder was ich die tollen Filme jetzt die Koryaner würde, ich liebe, in Korea drehen sie noch größere Actionfilme, wie die Amerikaner momentan, die übernehmen gerade den ganzen Markt im Serienbereich brutal, wie die Aufstocken, wie geil die sind in der Umsetzung, wie die Actionfilme, wie die realisierten, wie die auch drauf sind. Klar wird man sich wünschen, wenn man da als Schauspieler,

19:59:30: wie gesagt, früher, als ich diesen Traum abfilmen zu machen, um mir das Leben zu vorstellen, das habe ich ja alles genauso gehabt, wie der Traum war. Deswegen ist das,

19:59:41: für mich ist das ein schöner Film. Mehr ist es nicht für die anderen Markt, das ja normal sein. Ich glaube, es gibt so viele Erfolgstories.

19:59:48: Ich glaube, jeder hat seine Folkstory. Jeder hat seinen eigenen eigenen Film. Der große Unterschied zu mir und dir, den anderen Menschen ist halt, wir sind sichtbarer,

19:59:58: die anderen sind es vielleicht nicht sichtbarer. Im linearen Fernsehen, Netflix, Social Media, Call it, wie du willst. Aber ich glaube, jeder hat so irgendwo seine Hero-Story, die er abbilden könnte, oder wo man Filme draus machen kann.

20:00:12: Aber Glück spielt eine ganz große Rolle in deinem Leben, habe ich jetzt schon festgestellt, wenn du das dazu kurz zusammenfassen müsstest, was ist deine Definition von Glück? Glück ist jeder Moment, jetzt hier zu sitzen, mit euch zu quatschen, nachher rauszugehen, was für ein Essen zu gehen. Jeder Moment ist für mich Glück, wo man keine Menschen Schaden zufügt, wo man dieses Leben, was wir in der Sekunde leben können, schätzen. Das ist ein Glück.

20:00:37: Also wenn ich mit einem Jungs komme, wenn mein Hund, wenn der Hause kommt, mein Hund springt auf mich drauf, ich bin ein kleiner Malte-Pub, ich wollte nicht ein Hund, jetzt bin ich der größte, bin verliebt, ich kann nicht ohne diesen sein, wenn du mir, du könntest mir alles wegnehmen, aber mein Hund nie. So liebe ich den. Das ist Glück, das sind die kleinen Dinge,

20:00:54: das ist Glück, Glück liegt auch, ich bin auch glücklich, wenn ich jetzt meine Pläne so, wenn ich sie finanziert kriege, wenn ich im Studio stehe, ich habe so ein Ding in meinem Kopf, wie mein nächstes Album wird. Ich habe zwei Konzepte, wenn ich das mache, allein wenn ich dann wieder anfange, der ganze Schaffensprozess mit den Musikern, mit den Symphonikern drin, zuerst am produzieren, die ganzen Huxschreiben, dann die Noten, dann Symphonieorchester aufnehmen und dann entsteht es, alles, wenn es fertig ist. Allein die Arbeit, das ist Glück,

20:01:22: es wird nie mehr werden. Es wird auch nie wieder wie jetzt. Nein, aber das Schöne ist, wenn du diese Momente schätzt, Alter, das ist ein Glück. Du kannst das in deinem Leben wie man das Glas vollhört, du kannst auch sagen, war eine Scheißnummer, aber versuche immer. Das ist ganz schlecht, ich muss Wasser, kann ich euch einiges erzählen, bitte.

20:01:42: Achte darauf, dass ihr das richtige, reine Wasser trinkt. Es ist mir noch eine Sache aufgefallen an dir,

20:01:49: seitdem wir die Institution unterhalten und zwar, es bringt mich zu der Frage, welche Rolle spielt Loyalität in deinem Leben?

20:01:56: Loyalität ist eine Charaktergeschichte und das ist wie Sport, Kontinuität. Das heißt,

20:02:04: wenn du nichts auf Kosten von anderen machst, dann bist du ein freier Kerl und loyal, solltest du sein. Wenn zumindest wenn deine Partner alle loyal sind, wenn die da nicht loyal sind, musst du denken, warum soll ich jetzt für den in Tod springen, weil er ist jetzt für mich nicht gesprungen, dann bleibe ich lieber auch mal hier oben stehen.

20:02:21: Aber einiges, das ist glaube ich schon wichtig, dass man, wenn man einem die Hand gibt, dass der Handschlag auch noch Bedeutung hat, ist in unserer Geschäftswelt heute nicht mehr so. Früher, als ich zum Beispiel noch angefangen habe mit Filmen, da gab es Jungs, der hat mir am Tisch zugesagt, dass wir was machen. Obers der Boss von RTL, der hat mich am Tisch gesehen, weil er keine Mal vorhin schon so der Keller, sie müssen zu uns, hat mir die Hand geben, wir machen einen Vertrag, sagt er, sie arbeiten jetzt nicht mehr, bis sie bei uns kubrierell, bis eine Serie kommt. Gesagt, getan. Das war, der hat alles eingehalten und das kannst du heute vergessen. Also Handshagmentalität. Handshagmentalität, das ist der Loyalität. Heute sagt ja einer was, der geht raus und sagt, das interessiert mich mein Gespräch von gestern. Und dann habe ich das gesagt, habe ich gerade vergessen. Wie hat der Bundeskanzler das auch gesagt? Ich kann nicht mehr dran erinnern. Komikskandal, ja. Kann ich nicht mehr erinnern, das war's. Genau, kann ich nicht mehr erinnern.

20:03:14: Ich denke, wenn man ein Wort gibt, sollte man es halten.

20:03:20: Gab es oftmals in deinem Leben schon so Situationen, wo das Teufelchen hier und Änglichchen sind und Teufelchen waren dann laut und hat dir schon mal den Zorn geflüstert, so werfen mal deine Werte über Bord, weil... Ja, ich habe immer versucht. Ich kann mich nicht sagen, ich glaube, dass ich sicherlich mal Entscheidungen getroffen habe, wo ich gesagt habe, fuck, jetzt hast du irgendwie Mist gebaut, wo ein schlechtes Gewissen da war, aber dann habe ich das relativ schnell wieder, wenn mein Bauchgefühl, das sagt ja auch immer sofort, ob du richtig liegst oder nicht, wenn du dich komisch fühlst und denkst, ah, das war's nicht gut, dann will ich damit nicht schlafen, wenn du schläftst, dann muss man das regeln.

20:03:55: Na, finde ich. Freiheit ist das, wenn du in deiner Balance bist, in deiner Mitte. Und deswegen kommt dir immer der Spruch, du kenne Menschen das an, was du dir selber nicht wünschst.

20:04:05: Und wenn du dann in mit dir in deiner Mitte bist, bist du auch nicht angreifend, dann bist du frei.

20:04:10: Stark.

20:04:12: Das ist eigentlich die einfache Wahrheit, und die gibt's schon immer, deswegen sage ich ja, es liegt eigentlich alles neu in der Einfachheit. Aber das sind meistens die schwierigen Dinge, die so einfach klingen für die meisten Menschen da draußen. Ja, aber weil es halt auch oftmals auch auf Verzicht heißt, weil du kriegst manchmal Erfolg nur unter gewissen oder auch Geld oder unter gewissen Umständen, aber das immer dann wieder, willst du den Job machen, weil du die Kohle kriegst und dann hast du dann ein Scheiß Zeit, deswegen ist es eigentlich so, manchmal mit manchen Menschen solltest du halt einfach die Finger vorn lassen oder keine Geschäfte machen. Weil du weißt schon, mach ich die Geschäfte, kann danach, auch wenn es ein Jahr später ist, der Brummerin kommt und dann wird es blöd. Also mach die Geschäfte nicht, und da lieber ein guter Kumpel mit dem und sagt, Alter, du bist ein geiler Typ, aber mach keine Geschäfte. Ich mach den harten Weg. Und wenn der Funktionier soll gehen, dann können wir nach Hause trinken gehen. Und so ist es halt. Deswegen glaube ich, dass das verfolgt dein Ziel

20:05:06: ist auf die Beine zu stellen, dann wird alles funktionieren. Würdest du sagen, dass es heute einfacher ist, Schauspieler zu werden, als du deiner Zeit dazu begonnen hast? Ich glaube, heute sind ganz andere Möglichkeiten. Heute hast du Instagram, heute hast du TikTok, heute kannst du kleine Filme mit einem Team drehen. Wir haben eine Technik, wir haben Kameras, all das gab es nicht durch Schnittprogramme. Jeder, das sich hinsetzt, kann sofort was drehen. Das sage ich auch den jungen Leuten, wenn die sagen, ich habe noch nie was, was ich sage, hey, such den Szenen aus, spiel die nach, mach den den kleinen, bucht den Hotelzimmer, baue die Szenen und dann siehst du, da habt ihr Leute, ihr habt schon kleine Jungs, die geile TikToks drehen. Die können auch ein Licht bauen und drehen mit dir die Szenen nach. Dann schreibt ihr deinen Text raus und drehen 2, 3 Minuten. Und hau die auf TikTok raus, die Leute werden noch nicht mehr merken, dass es keine Filmszene ist. Die denken, geiler Typ, da hast du schon einen Band. Weil das ist heute viel, viel einfacher wie früher. Heute ist auch singen einfacher. Früher musstest du, wenn du ein Song nachgesungen hast oder man fängt dir immer an, dass man Lieder hört und will so singen wie der, so fängt man immer an und dann musstest du immer zur Platte mitkrollen. Dann ist es auch viel zu hoch. Aber ich komme nicht so hoch, du musst nicht so hoch kommen, weil jeder hat einen anderen Range. Der eine singt halt, hat eine andere Stimmlage und singt halt eine Octave Tiva, aber da klingt da Bombik. Jetzt müsstest du den Song transponieren. Heute gehst du hin, kannst du, kriegst du das Heilplayback, hau es den Computer rein, drückst drauf, hast du das Playback und ein halb Ton tiefer, dann kannst du dir zu üben, kannst aufnehmen. Du kannst heute alles machen. Du kommst an jedes Instrumenten dran dieser Erde. Das gab es früher alles nicht, in meiner Zeit. Da musstest du eine Band haben üben und dann musstest du aber gut genug sein,

20:06:30: wenn du überhaupt spielt, wenn sie überhaupt mit dir spielt. Heute ist das alles einfacher, aber es ist anders. Aber die Chancen für die Jungen, Gas zu geben, im Filmbereich, Musikbereich, wenn du Freaks hast, werden die alles machen, die werden erfolgreich werden. Wenn einer sich mit Film auseinandersetzt, holt er sich die ganzen Schnittprogramme, sitzt dran, tag, wir können das machen, Special Effect rein, wir haben die KI, jetzt bauen wir das hinten dran, dann holt sie dir ein kleines Studio. Es kommt auf die Story an, es kommt auf die Jungs an, die Gas geben, die Hungrecks sind und die Jungs, die schreiben. Und wenn da sich die Kräfte bündeln, Alter, die Welt verändern, ist so.

20:07:03: Jetzt lacht er. Gute Schlusswort, oder? Ja, das bringt mich zu meiner letzten Frage. Was war denn die... Haben wir jetzt 34 Minuten? Nein, wir sind schon über eine Stunde. Wir sind schon über eine Stunde. Da wird der Hund ja nervt, war ne verrückt, du redest aber auch, wir haben einen Punkt und komm mal, ich seh hier, da redet und redet und redet und dann hört mir gar nicht mehr zu.

20:07:24: Stark, sorry, sorry.

20:07:27: Was war der herausforderndste Moment in deinem Leben und es war der schönste Moment in deinem Leben?

20:07:35: Ach, herausforderndste Moment in meinem Leben war das erste Casting. Also ich, das war eine schöne Geschichte, ich hab damals, war ich in Oiskirchen, Big Band der Bundeswehrsänger, hab ich erzählt, die Rudi Karel schon hinter mir, das haben die mich bei der Bundeswehr auch gefeiert, am Anfang haben die ganzen Mädels, haben mich immer belächelt, weil ich kam da an, das erste Tag bei den Mädels war, dass die drei Sängerin wussten, jetzt kommt da der Typ da, der junge Kerl und er nimmt uns erstmal vom Showprogramm, weil er auch singen soll, ein Teil weg. Dann kam sehr, dann hab ich denen erzählt, was ich mal mit dem Film, Musik und so, dann sag ich, da bleibt mir schön auf dem Boden. Hier musst du dich erstmal einarbeiten und guck mal, dass du ein, zwei Nummern gut singst und dann sieh mal weiter. Und dann hab ich gedacht, klar, mach ich. Und dann bin ich gegangen, als die Rudi Karel zu gesehen haben, ich hab gewonnen, da war ich denen nicht im Fernsehen, weil die Band wieder ins Fernsehen gebracht hat, in die Bildzeitung, Titelseite und dann haben sie auch mitgekriegt, also dass ich denn die Hauptrolle gekriegt hab. Dann bin ich entlassen worden mit der Hauptrolle und hat die eine gesagt, der kam an, hat gesagt, was du machst, jetzt geht da mit der Hauptrolle weg. Das gibt's doch gar nicht. Und so war das. Aber als ich dort war, bin ich damals von Euskirchen, das ist bei Köln oben, bin ich mit einem kaputten Auto fünf Stunden am Wohnsäge fahren an, am Donnerstag, kam abends bei meiner Oma an und da haben die von der Filmproduktion über die Karel Show bei uns angerufen, dass die dieses Casting machen und ob ich da dabei sein wollte. Da sagt meine Oma zu mir, die haben angerufen, rufen gleich wieder an und sprechen mit dem und dann sagt er, ja, wir haben dich ja gesehen bei Rudi und wir haben dann eine Serie in der Planung und vielleicht gibt's ja da eine kleine Rolle für dich oder eine Rolle und wir haben dann Casting. Würdest du denn kommen und ich sehe, klar, wo muss ich denn hin kommen? Dann sagt er, da muss du morgen um 11 Uhr da sein, da sage ich, wo ist das? Hahnhochtaal, sage ich, ich kenne dich nicht, bei Düsseldorf in der Nähe. Da sage ich, Mensch, ich bin gerade eben von Köln runtergefahren,

20:09:18: dann sagt er, ja, das musst du wissen, also um 11 Uhr kannst du da sein, ich schicke dir die Adresse oder ich schreibe dir die auf und dann kommst du hoch. Aufgelegt, dann denke ich, ich fahre doch jetzt nicht nach Köln, wie soll ich, ich hab das Auto... Da ist ja gerade wieder zurück von Uwe... Ja, da muss ich morgens wieder losfahren, dann habe ich mir ein Auto geliehen von einem Banker, bei dem ich bei der Bahn kam, weil mein Auto kaputt war, bin da hochgefahren, fahre da nach 5 Stunden Fahrt, komme ich um kurz vor 11 Uhr an und sie da, also ging es um Berg runter und sie guck rein, voll lebt so viele Menschen und ganz viele Schauspieler, die ich kannte aus dem Fernsehen und ich habe noch nie ein Casting gemacht, ich habe keinen Plan, was ist Casting, was muss ich noch machen? Und dann guck ich da rein, ich fahre wieder zurück zur Telefonzelle, ruf meine Oma und sage Oma, das hat keinen Sinn, ich komme wieder zurück, dann sagt sie, mein Junge, jetzt gehst du dahin, du bist bekloppt, da wieder runterzufahren, du gehst dahin und machst das, dann bin ich wieder aufgelegt und schweißgebatten, ich habe keinen Plan, dann gehe ich da rein, haben sie einen Polaroid geschossen von mir, musste ich meinen Namen, Geburtstag im Rauf schreiben und dann stand ich da und dann kam es halt zu diesem Casting, das war die größte Herausforderung, dass ich da überhaupt hingefahren bin und das andere war der Geschichte, da war ich genau zufällig, der Typ, der war da drin am 3. Mai geboren, den die das Buch schon Jahre zuvor geschrieben haben, ich war am 5. Mai, der Typ musste singen können, akrobatisch sein, trainiert sein und dann war ich halt perfekt, ich musste jeder so 2 Tage einmal spielen, was die davor gegeben haben und dann durfte er machen, was er konnte und ich habe gesungen und habe meinen Ding gemacht und dann habe ich schon mal im Body gesehen, der war relativ trainiert und dann war ich der Mann zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort

20:10:48: und die richtige Entscheidung getroffen ja, das war aber Oma ein bisschen nachgeholt ja, Oma nachgeholt, das war die ist Oma eigentlich Hetwick Keller und die ist danach, muss ihr vorstellen, als ich die Hauptrolle gekriegt habe, hat die das erfahren und dann bin ich direkt danach von der Bundeswehr früher entlassen worden, wir sind nach Forteventura geflogen,

20:11:08: vier Wochen haben uns so ein Club angeschaut und wir haben uns so ein Club wieder da funktioniert damit wir das Animatörsleben sehen weil ich war im Animatör gespielt, kam dann zurück und hat meine Oma zu mir gesagt, wir müssen noch Fotos machen und haben mir Fotos geschossen und gesagt jetzt hast du endlich das geschafft, was du dein Leben lange wolltest und schickt mich am Morgen zu meinem Onkel wo ich ein Kuchen vorbeibringen sollte weil der war im Krankenhaus und fahr dahin, komm wieder zurück schließ die Tür auf und ich hör das Telefon klingeln lauf denn so rein in die Küche ins Wohnzimmer, sehe meine Oma auf dem Boden liegen und steig über sie drüber weil sie direkt an der Türrahmel von der Couch runterflogen ist und ich sage ihr, was machst du da? Schocklage weil die Füße war noch drauf, lauf rüber ins Telefon und seh das meine Oma komisch ab, atmet so und erst dann habe ich gemerkt dass die was hat aufgelegt und dann hat sie den Schlaganfall und da lag die wahrscheinlich schon 10, 15 Minuten sofort Notarzt gerufen, ins Krankenhaus dann war die Rechtsseite gelähmt konnte ich nicht mehr sprechen und wir wussten nicht was sie noch verstanden haben ich habe sie da noch ungefähr in 3, 4 Jahren und habe mich nie im Fernsehen gesehen aber sie hat gewusst, dass ich das schaffe und sie hat noch 14 Tage davor die Fotos gemacht die habe ich dann abgeholt, die hat sie auch nicht mehr gesehen das ist wie im Film und dann habe ich sie als sie dann in meinen Armen gestorben und als dann, das ist auch so eine schöne Geschichte als in der Mann kam und sie hat nur auf mich gewartet weil ich kam aus London, habe da mein Album aufgenommen hat die ganze Familie gewartet, ist sie in meinen Armen gestorben hat nur auf mich gewartet und da kam der

20:12:34: Stadt da und hat zu mir gesagt Mark vor 24 Jahren habe ich deine Mutter geholt und ich weiß dass dein Grab von deiner Mutter das ihr das ja nicht kaufen konntet und das ist ja vor 4 Jahren, nach 20 Jahren wird das weggemacht wenn man es nicht bezahlt, sagt er aber das Grab ist noch frei also diese Stelle und ich versuche, dass wir deine Oma genau in dein Grab von deiner Mutter reinlegen und habe gesagt, ey das wäre unglaublich und dann haben sie meine Oma direkt ins gleiche Grab gelegt und 1,5 Jahre später kam mein Sohn auf die Welt und dann bin ich mit meinem Armen ins gleiche Grab gelaufen und es war für mich so ich habe so gemacht, bom und habe mich gesehen wie ich damit mit meinem Sohn stehe wie ich als kleine Junge d'ar stand und denke, ey es ist ein Wimper Schlag, da hat meine Oma erzählt dass meine Mutter da zum Film wollte und dann stehe ich da und habe meinen kleinen Sohn anhand und sagt Aaron, da drin liegt deine Oma und meine Oma und meine Mutter wollte immer zum Film und jetzt liegen beide da unten und sagt Papa, ich will auch zum Film gehen wie du auch und es ist genauso unglaublich stark wie sich das so alles so widerspiegelt zu von Generation zu Generation ja, aber deswegen ist es alles so nicht die Zeit und was war der schönste Moment in deinem Leben? der schönste Moment, da habe ich so viele gehabt der schönste Moment war ich, als ich die Rudi Karel schon gewonnen habe, der schönste Moment war das als Aaron geboren ist, mein Junge, dass ich den auf den Anderen habe, dass ich jetzt meinen kleinen Kupo gehabt habe, dass ich meine Familie habe, meine Frau mit der ich zusammen bin und diese Familie habe für mich, ist das

20:13:59: nicht nur ein, sondern ein Potpourri ja, ich muss das tatsächlich Ja, es ist so

20:14:04: Marc

20:14:06: Tommy Immer Tommy

20:14:10: es war mir eine Freude sehr aufregend es ist geil zu sehen, du hast so diesen krassen Enthusiasmus, wenn du sprichst man merkt so das Schauspieler der bret immer wieder aus dir durch du schlüffst dann immer schnell in deine Rolle du weißt auch mit Kameras umzugehen, man merkt direkt wie du das schlafen kannst, wenn du die totale schauest, dann guckst du recht naja, ich guck mich in die Toilette, ich hab ihn angeschaut ob die noch wach sind, weil die länger ah, ja, wir sind noch da weißt du, Regler nee, da läuft es super und da drüber Spaß bei Seite, viel, viel Dank für deine Zeit, es war echt spontan, weil wir vor drei Wochen kannten wir uns da gar nicht Daniel hat es möglich gemacht Daniel hat, Grüße an Daniel Daniel, du bist mein Junge, du weißt

20:14:54: ich bin gegen alle, so ist es laufig stark, war mir eine riesengroße Freude für mich ist es halt witzig, weil ich kenne ich noch als kleiner Springer aus dem TV heute undenkbar einig, wenn ich drüber nachdenke und da sieht man wieder wie sich die Möglichkeiten ändern können im Leben da wirst du noch ganz viele kriegen ja, aber trotzdem, ich hab vorhin witzigerweise beim Anwalt erzählt, ich nehme jetzt gleich einen Punkt, ja wer denn Markella, der sagt mir doch was, sag ich ja, ja klar, der Bergdoktor der kommt zu dir ja, ja klar, du kriegst ja du kriegst ja voll die krassen Leute zu dir rein vor die Linsen, sag ich zum Glück, ja Bergdoktor ist schon brutal, was das für eine Reichweite, gestern lief man grad wieder das ist seit 19 Jahren, 20 Jahren jetzt kommt die 20 Jahre gestaffelt dieses Jahr, aber ich auch noch jung wo ich da angefangen hab ist brutal, wo geht's jetzt hin jetzt geht's ins Hotel kurz und dann Manjare machen

20:15:50: Jan oder

20:15:52: Italiener ich will. Da sind alle SRS 20 um geht oder du willst Pidan stopped der Germany brick Ahhh

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.